HERBST 2021



 

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CLIO Herbstprogramm 2021

 

Editorial

 

Das aktuelle Herbstprogramm ist fertig und wir hoffen, dass Sie gesund und wohlauf sind, und wir nach einem Jahr der Pandemie und ihren Folgen all die Veranstaltungen in der hier angekündigten Form durchführen können.

Mit diesem Programm wollen wir den Bogen spannen von der diesjährigen STEIERMARK SCHAUund der im Mobilen Pavillon aufgeworfenen Frage wer wir sind – wo CLIO sich dem Thema der Kontaminierten Landschaften angenommen hat – bis hin zur Frage Was bleibt!? Letztere Frage bezieht sich auf einen Rückblick auf 25 Jahre CLIO, den wir im Herbst wagen wollen.

Was geblieben ist – in diesem Fall „liegen geblieben“ –, sind CLIO-Bücher, die wir seit letztem November verlegt, aber auf Grund der Pandemie nicht präsentieren konnten. Einige davon wollen wir im heurigen Herbst nun vorstellen. Eines stammt – da wir heuer ein Vierteljahrhundert CLIO feiern – vom mittlerweile viermal so alten, heute 100jährigen Ernst Fettner, der 1938 nach Großbritannien fliehen konnte und 1945 als Befreier zurückgekehrt ist und hier lange Jahre journalistisch tätig war.

Mit The Way Out sucht der steirische herbst dieses Jahr u.a. den Weg hinaus an die frische Luft. Wir gehen mit ihm raus – mit Rundgängen und Reportagen draußen und in den dunklen Ecken unserer Geschichte.

 

In dieser schwierigen Zeit hoffen wir, dass Sie uns auch weiterhin bzw. vielleicht auch erstmals unterstützen. Dies kann durch eine einfache Mitgliedschaft oder durch eine fördernde Mitgliedschaft erfolgen, wobei Sie bei letzterer alle CLIO-Publikationen, die in dem Jahr, in dem Sie Fördermitglied sind, gratis erhalten. Auch Spenden werden erfreut entgegengenommen.

 

-          Jahresmitgliedsbeitrag: € 25

-          Ermäßigt (Studierende): € 12,50

-          Förderer: € 100 und mehr

 

Alle Veranstaltungen finden unter Berücksichtigung der aktuellen COVID-19 Bestimmungen statt.

 


 

„Geh? du voran“. Ein Jahrhundert

Buchpräsentation und Gespräch mit Ernst Fettner

 

In tagebuchähnlichen Fotoalben dokumentiert der 1921 in Wien geborene Journalist Ernst Fettner ein Lebensjahrhundert: seine Jugend im jüdischen Waisenhaus in Baden, Erfahrungen als Lehrling in Wiener Betrieben, seine Flucht vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien, wo er auf einer Farm im Norden Schottlands landete. Er erzählt von verzweifelten und großteils erfolglosen Versuchen seiner Familie, der Ermordung in den Konzentrationslagern zu entgehen; von seiner Zeit bei den britischen Streitkräften, für die er bis Kriegsende kämpfte und von den Hoffnungen auf ein neues Österreich. Als Kommunist wollte sich Ernst Fettner in Österreich unmittelbar nach Kriegsende am Wiederaufbau beteiligen: Er schrieb zunächst für die Zeitschrift Volkswille in Kärnten, später für die Volksstimme in Wien.

 

Die Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin des Buches Jana Waldhör führt ein Gespräch mit Ernst Fettner.

 

Mittwoch, 15. September 2021, 19.00 Uhr

Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

Eine Veranstaltung der Exilbibliothek im Literaturhaus Wien

 


Terror und Erinnerung

NS-Institutionen und Orte des Widerstands im Bezirk Geidorf

Rundgang

 

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurden auch in Graz all jene Institutionen des NS-Regimes installiert, die in Deutschland seit 1933 die gesamte Gesellschaft durchdrangen und für die Verfolgung und den Terror verantwortlich zeichneten. Ab 1938 wurden zudem neue Ämter und Behörden geschaffen, die vor allem die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung betrieben. Viele dieser Institutionen hatten prominente Adressen in der Innenstadt, viele interessanterweise aber auch im dritten Gemeindebezirk, in Geidorf. Sichtbare Spuren gibt es heute keine mehr, die ehemalige NS-Präsenz im Bezirk ist heute, 75 Jahre danach, unsichtbar. Seit einigen Jahren erinnert man sich – wenn auch verhalten – an einzelne Menschen aus dem Bezirk, die dem Regime Widerstand leisteten, mit ein paar Stolpersteinen.

Die wenigen sichtbaren, vielfach aber unsichtbaren Orte wollen wir mit unseren Rundgängen und dem Rundgangsführer in Erinnerung rufen.

 

Heimo Halbrainer (Historiker) und Claudia Zerkowitz-Beiser (Initiatorin Grätzelinitiative)

Sonntag, 19. September 2021, 11.00 Uhr

Treffpunkt: Landessportzentrum Steiermark, Jahngasse 3, 8010 Graz

Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Eine Veranstaltung von CLIO und Grätzelinitiative Margaretenbad im Rahmen des steirischen herbst 2021

 


 

„Geh? du voran“. Ein Jahrhundert

Buchpräsentation und Gespräch mit Ernst Fettner

 

In tagebuchähnlichen Fotoalben dokumentiert der 1921 in Wien geborene Journalist Ernst Fettner ein Lebensjahrhundert: seine Jugend im jüdischen Waisenhaus in Baden, Erfahrungen als Lehrling in Wiener Betrieben, seine Flucht vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien, wo er auf einer Farm im Norden Schottlands landete. Er erzählt von verzweifelten und großteils erfolglosen Versuchen seiner Familie, der Ermordung in den Konzentrationslagern zu entgehen; von seiner Zeit bei den britischen Streitkräften, für die er bis Kriegsende kämpfte und von den Hoffnungen auf ein neues Österreich. Als Kommunist wollte sich Ernst Fettner in Österreich unmittelbar nach Kriegsende am Wiederaufbau beteiligen: Er schrieb zunächst für die Zeitschrift Volkswille in Kärnten, später für die Volksstimme in Wien.

 

Die Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin des Buches Jana Waldhör führt ein Gespräch mit Ernst Fettner.

 

Mittwoch, 22. September 2021, 19.00 Uhr

Bauermühle Mattersburg, Schubertstraße 53, 7210 Mattersburg

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Mattersburg

 

 


 

Terror und Erinnerung

NS-Institutionen und Orte des Widerstands im Bezirk Geidorf

Rundgang

 

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurden auch in Graz all jene Institutionen des NS-Regimes installiert, die in Deutschland seit 1933 die gesamte Gesellschaft durchdrangen und für die Verfolgung und den Terror verantwortlich zeichneten. Ab 1938 wurden zudem neue Ämter und Behörden geschaffen, die vor allem die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung betrieben. Viele dieser Institutionen hatten prominente Adressen in der Innenstadt, viele interessanterweise aber auch im dritten Gemeindebezirk, in Geidorf. Sichtbare Spuren gibt es heute keine mehr, die ehemalige NS-Präsenz im Bezirk ist heute, 75 Jahre danach, unsichtbar. Seit einigen Jahren erinnert man sich – wenn auch verhalten – an einzelne Menschen aus dem Bezirk, die dem Regime Widerstand leisteten, mit ein paar Stolpersteinen.

Die wenigen sichtbaren, vielfach aber unsichtbaren Orte wollen wir mit unseren Rundgängen und dem Rundgangsführer in Erinnerung rufen.

 

Heimo Halbrainer (Historiker) und Claudia Zerkowitz-Beiser (Initiatorin Grätzelinitiative)

Samstag, 25. September 2021, 11.00 Uhr

Treffpunkt: Landessportzentrum Steiermark, Jahngasse 3, 8010 Graz

Anmeldung erforderlich unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

Eine Veranstaltung von CLIO und Grätzelinitiative Margaretenbad im Rahmen des steirischen herbst 2021

 


 

 

Meine jüdische Geschichte

Buchpräsentation

 

Wie in vielen Familien wurde auch in der von Claudia Zerkowitz-Beiser über die Vergangenheit nicht viel gesprochen. Nun hat sie ein Buch geschrieben und meint, wenn über die Familiengeschichte gesprochen wurde, dann vor allem über den Grazer Stadtbaumeister, der u.a. den Kastner und die Zeremonienhalle am jüdischen Friedhof geplant hat, und natürlich über das Margaretenbad, das der Familie gehört hatte.

Gänzlich fehlten in der Familienerzählung jedoch die dunklen Seiten: die Fluchtgeschichten mehrerer Familienmitglieder sowie deren Ermordung in den Konzentrationslagern und Ghettos.

Das Buch mit vielen Briefen und Fotos hält nun neben der Geschichte des Aufbaus auch die Erinnerung an diesen Teil der Familie wach und gibt zugleich Zeugnis über ein Stück Zeitgeschichte von Graz.

 

Claudia Zerkowitz-Beiser (Autorin)

 

Samstag, 2. Oktober 2021, 11.00 Uhr

Museum für Geschichte, Sackstraße 16, 8010 Graz

 

Eine Veranstaltung von Museum für Geschichte, Grätzelinitiative Margaretenbad und CLIO

 

 


 

 

Lagebericht

Videoserie

 

Der steirische herbst setzt sich heuer auch mit der aktuellen politischen Situation auseinander – u.a. in Form von „Lageberichten“ als Online-Fernsehformat mit wöchentlich wechselnden Künstler*innen. Das „Aufsteirern“, die Graz-Wahl am 26. September und die noch immer nicht ausreichend aufgearbeitete Geschichte der Stadt sind nur einige der Themen, die aufgegriffen werden. Treffen Sie sie auf den Straßen und sehen Sie sie am nächsten Tag online!

In der letzten Woche des Festivals erkunden Heimo Halbrainer und Joachim Hainzl die dunklen Seiten des malerischen Graz und beleuchten die fortwährenden Auswirkungen der NS-Zeit. Während des Anschlusses Österreichs an Deutschland im Jahr 1938 war Graz als „Stadt der Volkserhebung“ berühmt und wurde zur ersten Station von Hitlers Rundreise durch das Land. Halbrainer und Hainzl besuchen die unheimlichen Schauplätze der (gar nicht so) verborgenen Nazigeschichte von Graz – die Universität, an der die pseudowissenschaftlichen Rassenlehren gelehrt wurden, das Gestapo-Hauptquartier und die Hinrichtungs- und Euthanasiestätten sowie den sozialen Wohnungsbau dieser Zeit.

 

4.- 10. Oktober 2021

In den Straßen von Graz und online

 

In Auftrag gegeben und produziert von steirischer herbst ?21.

 

 


 

 

Terror und Erinnerung

NS-Institutionen und Orte des Widerstands im Bezirk Geidorf

Rundgang

 

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im März 1938 wurden auch in Graz all jene Institutionen des NS-Regimes installiert, die in Deutschland seit 1933 die gesamte Gesellschaft durchdrangen und für die Verfolgung und den Terror verantwortlich zeichneten. Ab 1938 wurden zudem neue Ämter und Behörden geschaffen, die vor allem die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung betrieben. Viele dieser Institutionen hatten prominente Adressen in der Innenstadt, viele interessanterweise aber auch im dritten Gemeindebezirk, in Geidorf. Sichtbare Spuren gibt es heute keine mehr, die ehemalige NS-Präsenz im Bezirk ist heute, 75 Jahre danach, unsichtbar. Seit einigen Jahren erinnert man sich – wenn auch verhalten – an einzelne Menschen aus dem Bezirk, die dem Regime Widerstand leisteten, mit ein paar Stolpersteinen.

Die wenigen sichtbaren, vielfach aber unsichtbaren Orte wollen wir mit unseren Rundgängen und dem Rundgangsführer in Erinnerung rufen.

 

Heimo Halbrainer (Historiker) und Claudia Zerkowitz-Beiser (Initiatorin Grätzelinitiative)

Dienstag, 5. Oktober 2021, 17.00 Uhr

Treffpunkt: Landessportzentrum Steiermark, Jahngasse 3, 8010 Graz

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Eine Veranstaltung von CLIO und Grätzelinitiative Margaretenbad im Rahmen des steirischen herbst 2021

 

 


 

 

„Geh? du voran“. Ein Jahrhundert

Buchpräsentation und Gespräch mit Ernst Fettner

 

In tagebuchähnlichen Fotoalben dokumentiert der 1921 in Wien geborene Journalist Ernst Fettner ein Lebensjahrhundert: seine Jugend im jüdischen Waisenhaus in Baden, Erfahrungen als Lehrling in Wiener Betrieben, seine Flucht vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien, wo er auf einer Farm im Norden Schottlands landete. Er erzählt von verzweifelten und großteils erfolglosen Versuchen seiner Familie, der Ermordung in den Konzentrationslagern zu entgehen; von seiner Zeit bei den britischen Streitkräften, für die er bis Kriegsende kämpfte und von den Hoffnungen auf ein neues Österreich. Als Kommunist wollte sich Ernst Fettner in Österreich unmittelbar nach Kriegsende am Wiederaufbau beteiligen: Er schrieb zunächst für die Zeitschrift Volkswille in Kärnten, später für die Volksstimme in Wien.

 

Die Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin des Buches Jana Waldhör führt ein Gespräch mit Ernst Fettner.

 

Dienstag, 12. Oktober 2021, 19.00 Uhr

Central Linz, Landstraße 36, 4020 Linz

Eine Veranstaltung von Central Linz

 


 

 

Jüdischer Gries

Rundgang

 

Die ersten Spuren jüdischen Lebens in Graz Mitte des 19. Jahrhunderts finden sich fast ausschließlich in der Murvorstadt und hier besonders im fünften Gemeindebezirk, dem Gries. Hier wurden im 19. Jahrhundert erste Gottesdienste gefeiert und 1892 auch die Synagoge errichtet, daneben das Amtshaus und eine jüdische Volksschule. Im Umfeld der Gemeinde entstand eine Vielzahl von jüdischen Vereinen. In diesem Zuwandererbezirk lebten in der Frühphase der jüdischen Gemeinde die Hälfte aller Jüdinnen und Juden, die hier auch ihrer Arbeit nachgingen. In den Jahren 1938/39 wurde auch aus Gries die gesamte jüdische Bevölkerung vertrieben, nachdem sie zuvor im Zuge der „Arisierung“ beraubt worden war. Nur wenige kehrten nach 1945 hierher zurück und beteiligten sich am Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde und der Stadt. Nach Jahrzehnten des Schweigens dauerte es bis Ende des 20. Jahrhunderts, ehe jüdisches Leben im Bezirk auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen und zahlreiche Erinnerungszeichen gesetzt wurden.

Im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz erarbeiteten Studierende gemeinsam mit Heimo Halbrainer und Gerald Lamprecht einen Rundgang durch den „Jüdischen Gries“, zu dem es nun auch einen Rundgangsführer gibt.

 

 

Mittwoch, 13. Oktober 2021, 16.00 Uhr

Treffpunkt: Griesplatz (Pestsäule)

 

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz

 

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„Geh? du voran“. Ein Jahrhundert

Buchpräsentation und Gespräch mit Ernst Fettner

 

In tagebuchähnlichen Fotoalben dokumentiert der 1921 in Wien geborene Journalist Ernst Fettner ein Lebensjahrhundert: seine Jugend im jüdischen Waisenhaus in Baden, Erfahrungen als Lehrling in Wiener Betrieben, seine Flucht vor den Nationalsozialisten nach Großbritannien, wo er auf einer Farm im Norden Schottlands landete. Er erzählt von verzweifelten und großteils erfolglosen Versuchen seiner Familie, der Ermordung in den Konzentrationslagern zu entgehen; von seiner Zeit bei den britischen Streitkräften, für die er bis Kriegsende kämpfte und von den Hoffnungen auf ein neues Österreich. Als Kommunist wollte sich Ernst Fettner in Österreich unmittelbar nach Kriegsende am Wiederaufbau beteiligen: Er schrieb zunächst für die Zeitschrift Volkswille in Kärnten, später für die Volksstimme in Wien.

 

Die Literaturwissenschaftlerin und Herausgeberin des Buches Jana Waldhör führt ein Gespräch mit Ernst Fettner.

 

Freitag, 15. Oktober 2021, 19.00 Uhr

Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz

 

 


 

 

Kontaminierte Landschaften

Ausstellung und Exkursion

 

 

Im Rahmen der STEIERMARK SCHAU tourt ein mobiler Pavillon bis Ende Oktober 2021 durch die Steiermark. In dem von Astrid Kury kuratierten Ausstellungspavillon wird der Frage nachgegangen wer wir sind. Beantwortet wird das am Beispiel der Beziehung zu Landschaften.

Dabei werden in 24 Kunstbeiträgen Aspekte der steirischen Landschaften erforscht. Zudem gibt es sechs filmische Ausstellungsbeiträge, die unser Verständnis von Landschaft vertiefen und die Vielfalt der Steiermark dokumentieren: in der Sprachenvielfalt ihrer Sprachlandschaften und in der Artenvielfalt der Kulturlandschaften. Sie beleuchten, wie sich die landschaftliche Vielfalt auf den Alltag auswirkt. Ein Beitrag stellt auch Fragen nach kontaminierten Landschaften.

In dem von Astrid Kury und Heimo Halbrainer kuratierten Beitrag gehen der Historiker Heimo Halbrainer und der Fotograf Christoph Grill den von Martin Pollack geprägten Begriff der kontaminierten Landschaften in der Steiermark exemplarisch in Bretstein, Eisenerz, Peggau und St. Anna am Aigen nach.

 

Mobiler Pavillon (Ausstellung): 25. September bis 31. Oktober 2021 in Bad Radkersburg

 

Exkursion zum Pavillon und nach St. Anna am Aigen mit Heimo Halbrainer (Historiker)

Sonntag, 17. Oktober 2021, 11.00 Uhr

Treffpunkt: Hasenheide (zwischen Therme und Altstadt) Bad Radkersburg

 

Eine Veranstaltung von CLIO und KZ-Verband Steiermark

 

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Opa, Rebell! Sepp Filz – Ein Donawitzer Arbeiter und Widerstandskämpfer

Film und Buchvorstellung

 

Am 8. Mai 1945 übernahmen die Widerstandskämpfer rund um Sepp Filz die Macht im Bezirk Leoben. Sepp Filz war ein Schlosser aus Donawitz, der in den 1920er-Jahren jahrelang auf der Walz quer durch Europa und Nordafrika war, ehe er Anfang der 30er-Jahre wieder nach Donawitz zurückkehrte. Hier war er führend innerhalb der KPÖ aktiv, weshalb der bis 1938 mehrmals verhaftet wurde. Im Frühjahr 1943 floh er aus Donawitz und ging zu den slowenischen Partisanen. Als er Monate später wieder in die Obersteiermark zurückkehrte, baute er gemeinsam mit anderen in und um Leoben die Österreichische Freiheitsfront, eine Partisanenorganisation, auf, die gegen die Nationalsozialisten aktiv wurde. Nach der Befreiung 1945 galt es, Zerstörungen durch die Nazis zu verhindern und das öffentliche Leben wieder in Schwung zu bringen. Diese Freiheitsfront bildete Ausschüsse, die sowohl die Entnazifizierung als auch die Wiederaufnahme des öffentlichen Verkehrs, die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln oder die Wiederinbetriebnahme der Alpine-Werke durchführte. Bis Ende Juni 1945 war sie die zentrale politische Kraft im Bezirk und Sepp Filz ihr Kopf.

 

Der Film „Helden oder Verräter“ und das Buch erzählen die Geschichte des steirischen Widerstandskämpfers Sepp Filz, der bis 1950 führend in Leoben aktiv war, ehe er in der Steiermark Berufsverbot erhielt. „Wahrlich ein unbeugsamer Mann mit Grundsätzen“ (Hedwig Wingler)

 

Heimo Halbrainer (Historiker)

Dienstag, 19. Oktober 2021, 18.30 Uhr

Volkshaus Graz, 8020 Graz

 

Eine Veranstaltung von CLIO und dem KPÖ Bildungsverein

 

 


 

Widerstand und Wiederaufbau: Der Donawitzer Arbeiter und Widerstandskämpfer Sepp Filz

Film und Buchvorstellung

 

Der Kurzfilm „Helden oder Verräter“ zeigt die ehemaligen Partisanen Sepp Filz und Max Muchitsch, wie sie in ihrem seinerzeitigen Partisanenlager in der Nähe von Eisenerz von einem vergessenen Kapitel des österreichischen Widerstands erzählen. Diese weithin unbekannte Geschichte des Widerstands gegen den Nationalsozialismus steht auch im Mittelpunkt des Buches über Sepp Filz. Daneben gibt das Buch aber auch einen Überblick über die Geschichte von Leoben-Donawitz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts: von den sozialen und politischen Kämpfen am Vorabend des Ersten Weltkriegs und 1918/19, dem Hunger und der Not, dem Aufschwung und den Krisen der Zwischenkriegszeit, den politischen Auseinandersetzungen Ende der 1920er und Anfang der 1930er Jahre. Es handelt aber auch davon, wie nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 Sepp Filz im Zentrum des Neubeginns im Bezirk stand und vom beginnenden Kalten Krieges.

 

Heimo Halbrainer (Historiker)

Mittwoch, 3. November 2020, 18.30 Uhr

Museumsturm Leoben, Kirchgasse 6, 8700 Leoben

 

Eine Veranstaltung von CLIO und der Stadtgemeinde Leoben

 

 


 

Trude Philippson-Lang: Erinnerungen einer Grazer Jüdin aus dem englischen Exil 1939-1942

Buchpräsentation

 

Im Herbst 1942 schreibt Trude Lang in Horwood House in England ihre Erfahrungen der Flucht vor den Nationalsozialisten aus Graz Anfang 1939 und der ersten Jahre in der Emigration in England nieder. Sie tut dies auf Englisch und der Titel ihres Textes On My Way to Adaption ist wie die Sprachwahl gleichsam programmatisch für ihren Willen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen und ein neues Leben in einer neuen Heimat zu beginnen.

Trude Lang wurde 1915 in eine großbürgerliche Grazer jüdische Familie hineingeboren. Sie maturierte in Graz und konnte nach dem „Anschluss“ 1938 ihr Geschichtestudium noch mit einer „stillen Promotion“ abschließen. Ihr Text ist ein eindringliches Zeugnis für die äußeren und inneren Schwierigkeiten, mit denen Jüdinnen und Juden auf ihrer Flucht vor den Nationalsozialisten konfrontiert waren.

 

Dieter A. Binder und Gerald Lamprecht (Historiker, Graz)

Montag, 8. November 2021, 18.00 Uhr

Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz

 

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz

 

 


 

 

Ljuba Arnautovic: Junischnee

Lesung

 

Nach den Februarkämpfen 1934 schickt Eva ihre Söhne Slavko und Karl nach Moskau, um sie vor den Austrofaschisten in Sicherheit zu bringen. Die „Schutzbundkinder“ machen Ferien auf der Krim und kommen dann in ein luxuriöses Heim in Moskau. Bis Hitler den Pakt mit Stalin bricht. Slavkos Spuren verlieren sich, Karl wird aufgegriffen, kommt in eine Besserungsanstalt für Kinder und Jugendliche und schließlich als „Volksfeind“ ins Arbeitslager. Im Gulag lernt er seine zukünftige Frau Nina kennen – die Mutter der Autorin. Karl will nach Wien zurück, sobald es die Umstände erlauben, seine Frau zwingt er damit in die Fremde …

Ljuba Arnautovic erzählt anschaulich, poetisch und mitreißend, wie Menschenverachtung und politische Willkür im 20. Jahrhundert das Schicksal der Menschen bestimmten – das Schicksal ihrer eigenen Familie.

 

Lesung: Ljuba Arnautovic

Moderation: Agnes Altziebler und Heimo Halbrainer

Mittwoch, 10. November 2021, 19.00 Uhr

Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz

 

Eine Veranstaltung des Literaturhauses Graz mit CLIO

 

 


 

 

Wittgensteins Cambridge – Zum 70. Todestag von Ludwig Wittgenstein

Buchpräsentation

 

Drei Tage nach seinem 62. Geburtstag, starb in Cambridge Ludwig Wittgenstein, der nach Ansicht vieler die herkömmliche Philosophie grundlegend verändert hat. Man kann in ihm, so schrieb der Oxford-Professor Sir Anthony Kenny, „durchaus den größten Philosophen dieses Jahrhunderts sehen, und sein Einfluss war stark und breit, vor allem in England und Nordamerika“. Ray Monk bescheinigt ihm, einen „gewaltigen Einfluss auf die Philosophie des 20. Jahrhunderts“ ausgeübt zu haben. Diese Liste ließe sich beliebig erweitern und dahingehend ergänzen, dass unterdessen mindestens zwanzigtausend Titel an Sekundärliteratur der Philosophie Wittgensteins gewidmet sind, internationale Kolloquien in aller Welt, Filme, Romane, Theaterstücke, musikalische Werke und auch ein Ballett sich mit Leben und Werk beschäftigen und Österreichs höchstdotierter Wissenschaftspreis nach ihm benannt wurde.

Das Buch erinnert anlässlich der 70. Wiederkehr seines Todes wieder einmal an ihn, wobei Wittgensteins Cambridge gleichzeitig auch ein Begleiter durch die an Traditionen wie Riten reiche geistige und gesellschaftliche Landschaft von Cambridge, deren Stadt-, Gesellschafts- wie Universitätsgeschichte sowie der Spätphilosophie Ludwig Wittgensteins ist.

 

Montag, 22. November 2021, 18.00 Uhr

Hans Veigl (Autor)

Graz Museum, Sackstraße 18, 8010 Graz

 

 


 

 

 

Was bleibt!? 25 Jahre CLIO

Festakt

 

CLIO ist ein Vierteljahrhundert alt und hat seit seiner Gründung eine Vielzahl von Aktivitäten im kulturellen und historischen Bereich in der Steiermark, aber auch darüber hinaus, gesetzt. Dabei haben wir vielfach Neuland betreten und auch so manches bleibende Zeichen gesetzt. Das reicht von der Ausstellung über den Grazer Architekten und Widerstandskämpfer Herbert Eichholzer (1998/99), der dadurch seinen Platz im öffentlichen Gedächtnis erlangt hat, oder der Ausstellung über das jüdische Leben in Graz anlässlich der Synagogen-Übergabe (2000), oder der Ausstellung unSICHTBAR im Stadtmuseum über NS-Terror, Widerstand und Verfolgung in der Steiermark (2008/09), über Wanderungen und Rundgänge im öffentlichen Raum, über eine Vielzahl an Vortragsreihen und Tagungen, aus denen zahlreiche Sammelbände entstanden sind, bis hin zu literarischen Arbeiten vergessener und verfolgter aber auch lebender Autoren sowie wissenschaftlichen Arbeiten über verschiedenste Aspekte der Zeitgeschichte. Dies alles ist in unseren bislang 100 Büchern auch dokumentiert und nachzulesen. Für einige der Bücher wie auch für unsere Verlagstätigkeit haben wir in den letzten Jahren Preise und Auszeichnungen erhalten.

Gemeinsam mit all jenen, mit denen wir in dieser Zeit zusammengearbeitet und gemeinsame Projekte durchgeführt haben, wollen wir nun einen Blick drauf werden „Was bleibt!

 

Freitag, 26. November 2021, 19.00 Uhr

Literaturhaus Graz, Elisabethstraße 30, 8010 Graz

 

Anmeldung erforderlich unter  Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

 

 


 

Der „schwierige“ Umgang mit dem Nationalsozialismus an österreichischen Universitäten. Die Karl-Franzens-Universität Graz im Vergleich

Buchpräsentation

 

Im Jahr 2020 jährte sich die demokratische Reorganisation der Karl-Franzens-Universität Graz nach den Jahren des Nationalsozialismus, die mit der Vertreibung von oppositionellen und jüdischen Wissenschafter*innen ebenso wie der ideologischen Gleichschaltung großer Teile der Professorenschaft einen akademischen und moralischen Niedergang brachten, zum 75. Mal. Doch während in Bezug auf die Republik Österreich und die österreichische Gesellschaft Fragen nach dem Bruch mit dem Nationalsozialismus oder der Kontinuität zum Nationalsozialismus ebenso wie der Bewertung des 8. Mai 1945 als der „Stunde Null“ kontrovers diskutiert werden bzw. wurden, blieb eine diesbezügliche Debatte innerhalb der Universität weitgehend aus.

Ein Forschungsprojekt hat diese Lücke nun geschlossen und sich mit der personellen und institutionellen Neubegründung bzw. den Kontinuitäten ebenso wie mit der (Re-)Etablierung demokratischer Strukturen, die sich letztlich auch in den vermittelten Inhalten der Lehre widerspiegeln, beschäftigt. Zudem werden in diesem Band die Maßnahmen der Entnazifizierung und des Neubeginns 1945 an den einzelnen österreichischen Universitäten und Hochschulen vorgestellt.

 

Dezember 2021, 19.00 Uhr

Begrüßung: Rektor Univ. Prof. Dr. Martin Polaschek

Buchvorstellung: Heimo Halbrainer, Susanne Korbel und Gerald Lamprecht (Historiker*in)

Meerscheinschlössl der Universität Graz, Mozartgasse 3, 8010 Graz

 

Eine Veranstaltung von CLIO und dem Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz