CLIO im Oktober

 

Österreicherinnen und Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg

Internationales Symposion

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 15.00 bis 19.00 Uhr

Mittwoch, 5. Oktober 2016, 19.30 Uhr

Pedro Noda de la Cruz. Musik gegen das Vergessen und Verdrängen

Konzert mit Berndt Luef & Jazztett Forum Graz

Donnertag, 6. Oktober 2016, 09.00 bis 18.30 Uhr

Donnertag, 6. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Filmpremiere: André Getreuer-Kostrouch & Ernest Kostrouch: „Unter Spaniens Himmel“ Auf den Spuren von Emil Kostrouch

Freitag, 7. Oktober 2016, 9.00 bis 13.00 Uhr

GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

Samstag, 8. Oktober 2016

Exkursion in die Kulturpension Prenning`s Garten, Übelbacherstrasse 161, 8121 Deutschfeistritz

Abfahrt ca. 10 Uhr mit ÖBB vom Hauptbahnhof Graz

Anschließend Kuratorenführung mit Georg Pichler, Heimo Halbrainer und Günter Eisenhut durch die Ausstellungen: „Camaradas. Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939“ und „Unser Herz ist international! Steirerinnen und Steirer im spanischen Bürgerkrieg“

Gemütliches Beisammensein und Buffet

Ausführliche Informationen siehe unten (pdf)

 


 

Fluchtbewegungen: Daniel Zipfel & Manfred Wieninger

Manfred Wieninger liest aus Die Banalität des Guten.

Daniel Zipfel liest aus Eine Handvoll Rosinen.

Bis zum Januar 1942 transportierte der in Wilna stationierte Wiener Feldwebel Anton Schmid mit selbst ausgefertigten Marschbefehlen über dreihundert Juden aus dem Ghetto von Wilna nach Weißrussland, wo sie den Holocaust überlebten. Manfred Wieninger versucht in seinem Roman Die Banalität des Guten die Geschichte des Feldwebels zu erzählen, so genau, so wahrhaft es die Quellen, die Akten und Berichte nur zulassen.

Daniel Zipfel befasst sich in seinem Romandebüt Eine Handvoll Rosinen, das in Österreich im Jahr 2003 spielt, mit Flüchtlingen, Schleppern und Asylbürokraten. Ludwig Blum, Fremdenpolizist in Traiskirchen, glaubt an Gesetze und Gerechtigkeit. Bis es um die Abschiebung von Aram Khalil geht und im Zuge einer Betreuungskrise Hunderte Flüchtlinge auf der Straße schlafen müssen. Da beginnt er an den Gesetzen zu zweifeln. Und ein Schlepper führt ihm eine andere Art der Ordnung vor Augen.

Moderation: Agnes Altziebler, Heimo Halbrainer

Dienstag, 18. Oktober 2016, 19.00 Uhr

Literaturhaus Graz / Elisabethstraße 30 / 8010 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO und Literaturhaus Graz


Herbstprogramm 2016

 

Programm als pdf zum download hier.


Tagung im Oktober

 

Tagungsprogramm als pdf zum Download hier.

 


 

Aktuelle Neuerscheinungen des CLIO Verlags

Bitte bestellen Sie per Mail oder Fax (0316/72 00 51).

Alice Penkala: Schokolade für das Afrika-Corps. Kommentiert und mit einer Einleitung von Nadine Dobler und einem biografischen Essay von Heimo Halbrainer. Hrsg.: CLIO und der Österreichischen Exilbibliothek. 272 S. geb., CLIO: Graz 2016.

ISBN 978-3-902542-46-5

EURO 20,00

Tanger: Internationale Zone. Seit 1923 war die marokkanische Hafenstadt neutrales Territorium, berühmt-berüchtigt für den freizügigen Umgang mit Geld, Sex und Drogen. 
Anfang der 1940er Jahre setzt die Romanhandlung ein. Vordergründig handelt es sich um eine Schiebergeschichte, die Beschaffung eines riesigen Postens Schokolade für das Deutsche Afrika-Corps, das an den benachbarten Kriegsschauplätzen im Einsatz war.  
Die Personen, die an dem Coup „mitnaschen“ wollen, sind satirisch überzeichnete Prototypen der damaligen Gesellschaft Tangers: der jüdisch-marokkanische Händler; der stumpfsinnnige deutsche Generalkonsul, der pädophile preußische Beamte; die britische Konsulatssekretärin, die sich von einem polnischen Emigranten aushalten läßt; dessen nervige Mutter; der Geheimdienstoffizier, der selbst ein Geheimnis hat; der drogensüchtige spanische Informant; der französische Doppelagent; die schwedische Aussteigerin mit den zerplatzten Lebensträumen. Mitten in diesem Netzwerk aus Gier und Intrige steht ein Flüchtlingspaar aus Wien.
Die Geschichte entwickelt sich in 32 Momentaufnahmen, schwungvoll und ironisch erzählt, sie bleibt bis zum Schluß spannend. Alice Penkala gelingt ein psychologisch scharf gearbeitetes Gesellschaftsporträt ihres Zufluchtslandes Marokko. Erstmals erscheint jetzt dieses Exilwerk als Buch.

Rezension: http://www.literaturhaus.at/index.php?id=11255

 


 

 

Ernst Fischer: Neue Kunst und neue Menschen. Literarische und essayistische Texte aus seinen Grazer Jahren (1918–1927). Hrsg. und mit einem Nachwort von Jürgen Egyptien. 400 S., geb., CLIO: Graz 2016

ISBN 978-3-902542-47-2

Euro 25,00

Der Band bietet eine Auswahl aus dem frühen Schaffen des österreichischen Politikers, Schriftstellers, Kultur- und Kunsttheoretikers Ernst Fischer (1899-1972) und stellt ihn als vielseitigen Autor vor, der sich in seinen Anfängen sowohl als Erzähler, Dramatiker und Lyriker wie auch als Kunstkritiker, Kulturtheoretiker und politischer Publizist zu profilieren versuchte. Die Textbeispiele dokumentieren den Prozess von einem antibürgerlichen, anarchischen Aufbegehren gegen die geistige Enge der Provinz, das noch ganz im Zeichen einer nietzscheanisch inspirierten Revolte steht, bis hin zur Entwicklung einer bewussten politischen Parteinahme für die Arbeiterklasse auf der Basis eines emphatisch interpretierten Marxismus. Die literarischen Texte bilden zugleich ein interessantes Beispiel für die spezifische Spielart eines österreichischen Expressionismus beziehungsweise der Kombination expressionistischer Schreibverfahren mit anderen (nationalliterarischen) Traditionslinien.

Ein besonderer Stellenwert kommt dabei der Edition von umfangreichen Passagen aus Fischers ungedrucktem Drama Das Schwert des Attila und seinem von ihm selbst für verschollen erklärten Roman So kann man nicht leben zu. Gerade letzterer besitzt einen erheblichen zeitgeschichtlichen Wert, da er in hohem Maße als Schlüsselroman über das Graz der ersten Hälfte der 1920er Jahre gelesen werden kann. Er liefert zum einen die Diagnose der politisch-moralischen Krise der Nachkriegszeit und unterzieht zum anderen die eigene antibürgerliche Attitüde und das Milieu eines realitätsfernen Künstlertums einer scharfen Selbstkritik.