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Epitaph

9.11.1938 & 7.4.1945

Komposition & Arrangement von Berndt Luef

Berndt Luef nimmt in seinen Kompositionen für das Jazztett Forum Graz immer wieder zu historischen und aktuellen politischen Ereignissen Stellung. Die Komposition „Epitaph“ ist eine ganz persönliche musikalische Auseinandersetzung von Berndt Luef mit der Geschichte des Holocaust und besonders zweier, für die Steiermark prägnanten Ereignisse. Sie spannt den Bogen von den Novemberpogromen des Jahres 1938 bis zu den Todesmärschen durch die Steiermark im April 1945. Die Komposition hat fünf Sätze („Grabinschriften“), wobei jeder einzelne Satz eine Art musikalische Grabinschrift und auch ein Statement der jeweiligen Solisten gegen das Vergessen dieses Massakers sein soll.

Jazztett Forum Graz

Axel Mayer: Trompete, Flügelhorn

Reinhard Summerer: Posaune

Georg Gratzer: Altsax, Sopransax & Klarinette

Patrick Dunst: Altsax & Baßklarinette

Klemens Pliem: Tenorsax, Sopransax &  Flöte

Thomas Rottleuthner: Baritonsax & Baßklarinette

Thorsten Zimmermann: Kontrabaß

Jörg Haberl: Schlagzeug

Berndt Luef: Vibraphon

  • WANN: Samstag, 6. März 2010; 20:00 Uhr
  • WO: WIST Graz, Moserhofgasse 34, 8010 Graz

Das Jazztett Forum Graz wurde von Berndt Luef für die Aufführung seiner Komposition „Die Bosnische Tragödie“ im Dezember 1993 gegründet und ist seitdem eine der wenigen kontinuierlich arbeitenden größeren Gruppen in Graz. Das Ensemble hat eine eigene musikalische Identität aufgebaut.

 


 

Erinnern

Im gesamten Programm 2009/10 setzten wir unseren Themenschwerpunkt des Jahres 2009 – Erinnern – fort. Erinnerung und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist vielfältig und spielt sich auf verschiedenen Ebenen ab:

 

So ging es im Herbst unter anderem um Erinnern im öffentlichen Raum (wie beim Gedenk- und Versöhnungstreffen am Präbichl/Eisenerz) und im künstlerischen Bereich (wie bei der Installation von Karen Finley), aber auch um biographische Zugänge, welche ebenfalls unterschiedlich ausfallen können: von der klassischen Biographie (wie das Buch Gerhard Oberkoflers über den aus Graz stammenden jüdischen Historiker Samuel Steinherz) über autobiographische Erinnerungen (wie jene von Ernö Lazarovits) bis hin zur literarischen Fiktion (wie Karl Wimmlers „Notizen über Hanna“).

 

"Erinnern" bedeutet auch Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – der „Verein BauKultur Steiermark“ gestaltet dazu ein eigenes Symposium („Vom ‚Heimatschutz’ zur ‚Baukultur'") das sich kritisch der Vergangenheit annimmt. Christian Gerlach widmet sich schließlich der Frage der "Täter"-Forschung im Kontext des Nationalsozialismus – diesem Thema hat sich auch der Regisseur Marcus J. Carney filmisch angenommen: er filmte die Auseinandersetzung seiner Familie mit ihrer NS-Vergangenheit.

 

"Erinnern" bedeutet auch Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte – der „Verein BauKultur Steiermark“ gestaltet dazu ein eigenes Symposium („Vom ‚Heimatschutz’ zur ‚Baukultur'") das sich kritisch der Vergangenheit annimmt. Christian Gerlach widmet sich schließlich der Frage der "Täter"-Forschung im Kontext des Nationalsozialismus – diesem Thema hat sich auch der Regisseur Marcus J. Carney filmisch angenommen: er filmte die Auseinandersetzung seiner Familie mit ihrer NS-Vergangenheit.

 

Auf wissenschaftlicher Ebene setzte sich Paul Levine mit der Frage der Erinnerung und der "historischen Wahrheit" auseinander; Christian Angerer und Yarif Lapid sprachen über Erinnern am Beispiel der Gedenkstätte Mauthausen, und die Tagung des Vereins XENOS zum Thema "Rechtsextremismus in Österreich" stellte Fragen an die Gegenwart.

PROGRAMM 2009/10
BÜCHER

 

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