CLIO Programm April bis Juni 2016

 

Frühjahrsprogramm 16

 

Programm als pdf zum Download hier.

 

Selfie aus Auschwitz

Gesprächsrunde im Anschluss an die Vorstellung:

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute.

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts ist die Erinnerung an die Untaten des Naziregimes in den Medien ungebrochen präsent – kein Jahrgang, der nicht ohne eine intensive Aufklärung zu diesem Thema die Schule verlässt. Und doch: Lässt sich dieses Wissen in den Alltag übertragen? Stellen junge Menschen überhaupt einen Bezug zwischen damals und heute her? Wie zeitgemäß ist unsere Erinnerungskultur? Die Beteiligten von „Was das Nashorn sah...“ und geladene Gäste diskutieren mit dem Publikum.

Es diskutieren die SchauspielerInnen mit

Regisseur Martin Brachvogel
Joachim Hainzl (CLIO & Xenos)
Georg Forster (Lehrer für Geschichte)
Anna Weber und Tobias Pomper (2. Klasse Borg Dreierschützengasse)

Moderation: Colette Schmidt

 

Samstag, 2. Juli 2016, 20 Uhr

TaO! – Theater am Ortweinplatz, Ortweinplatz 1, 8010 Graz

Eine Veranstaltung von Follow the Rabbit und CLIO


Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

 

Theaterstück von Jens Raschke

Familie Pavian, das Mufflonpaar und das Murmeltiermädchen hausen zufrieden in einem kleinen Zoo – bis ihnen eines Tages ein Neuzugang das Leben schwermacht. Der frisch eingetroffene Bär steckt seine empfindliche Nase in alle möglichen Dinge, die ihn nichts angehen. Er beschwert sich über den Gestank, will wissen, was es mit den Zebrawesen und den Gestiefelten jenseits des Zauns auf sich hat, und dann bleibt auch noch die Frage nach dem Nashorn und was es sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute. Vor allem Herr Pavian beschwert sich lauthals über den mangelnden Anpassungswillen des Neuankömmlings. Als der Bär den Dingen auf den Grund geht, überschlagen sich die Ereignisse...

1994 wurden Teile des verschütteten Zoos im Konzentrationslager Buchenwald freigelegt und sind heute wieder zugänglich. Jens Raschke schafft mit seinem Stück (Deutscher Kindertheaterpreis 2014) eine neue, zeitgemäße Form der Auseinandersetzung mit dieser dunklen Seite unserer Vergangenheit – jenseits der Betroffenheitskultur: fesselnd, poetisch und auch humoristisch. Im Vordergrund stehen allgemeingültige menschliche Verhaltensmuster, so dass man sich am Ende fragen muss: Was bin ich – Bär oder Pavian?

PREMIERE:

Mittwoch, 29. Juni 2016, 19.00 Uhr

WEITERE TERMINE

Do, 30. Juni, 10:00 Uhr*

Fr, 1. Juli, 10:00 Uhr*

Sa, 2. Juli, 18:00 Uhr

Mo, 4. Juli, 10:00 Uhr*

Di, 5. Juli, 10:00 Uhr*

Mi, 6. Juli, 10:00 Uhr*

*für Gruppen nach Voranmeldung

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

www.tao-graz.at

 


NEUERSCHEINUNGEN 2016

 

Heinz P. Wassermann (Hg.): Urnengänge. Analysen der steirischen Gemeinde- und Landtagswahlen 2015. (Studien zu Medien und Gesellschaft 3). 372 Seiten, CLIO: Graz 2016

ISBN: 978-3-902542-49-6

Euro 29,00

„Viel Steirisches“, so der Chefredakteur der „Kleinen Zeitung“, „war nicht in dieser Wahl“, womit er sich auf das „politische Erdbeben“ (Hermann Schützenhöfer) bei den steirischen Landtagswahlen vom 31. Mai 2015 bezog. Die Parallelen zwischen den steirischen Gemeinderats- und Landtagswahlen 2015 sowie den Wahlgängen im Burgenland, in Oberösterreich und Wien bestehen darin, dass die jeweiligen Regierungsparteien in Summe verloren haben und die FPÖ bemerkenswerte Zuwächse verbuchen konnte. Das spezifisch Steirische dieses Wahljahres bestand unter anderem darin, dass die „Reformpartner“ überdurchschnittlich hohe Verluste hinnehmen mussten, die sich nicht allein mit einem allgemeinen Trend in Richtung FPÖ oder der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung schlüssig erklären lassen. Der vorliegende Sammelband analysiert auf qualitativer und quantitativer Basis das „Steirische“ in den Wahlergebnissen.

Weitere Informationen zum Buch.

 


 

Hilmteichstrasse 24


Heimo Halbrainer/Eva Klein/Antje Senarclens de Gracy: Hilmteichstraße 24. Haus Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer. Geb., 160 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO:Graz 2016

ISBN:978-3-902542-25-0

Euro 24,00

Als modernes Gesamtkunstwerk und Ort eines „befreiten Wohnens“ wurde das Haus Hilmteichstraße 24 in Graz 1937 von Herbert Eichholzer entworfen und mit Stahlrohrmöbeln und Stoffen von Josef Frank eingerichtet. Im Wohnraum schuf Axl Leskoschek ein großformatiges Wandgemälde mit verschlüsselten Inhalten und Bezügen zur politischen Situation der Zeit. Das Haus war unter anderem auch ein Treffpunkt eines Kreises von Kulturschaffenden und Intellektuellen, die in Opposition zum Nationalsozialismus ihre Freiheit aufs Spiel setzten und – im Fall von Eichholzer – dafür mit ihrem Leben bezahlten.

Nach Umbauten und Renovierungen ist die ursprüngliche architektonische und künstlerische Gestalt des Hauses heute nicht mehr erkennbar. Vor dem bevorstehenden Abriss legt dieses Buch dessen architektur-, kunst- und zeithistorische Bedeutung frei.

 

Bericht in derPresse.Spectrum (Christian Kühn, 03. Juni 2016)

Rezension: Architektur Steiermark - www.gat.st: www.gat.st/news/hilmteichstrasse-24


 

Arbeiter der Feder


Maria Bianca Fanta: Arbeiter der Feder. Journalistinnen und Journalisten der kommunistischen Tageszeitung „Österreichische Volksstimme“ und die Zäsuren ihrer Lebensgeschichten (1945 – 1956). 216 S., CLIO: Graz 2016

ISBN: 978-3-902542-48-9

Euro 19,00

Wer waren die Redakteurinnen und Redakteure der „Österreichischen Volksstimme“? – Die Lebensgeschichten jener österreichischen Journalistinnen und Journalisten, die die nationalsozialistische Herrschaft im Exil, im Widerstand oder in Gefangenschaft überlebt hatten und zurückkehrten um beim Aufbau der kommunistischen Presse mitzuarbeiten, sind bisher wenig bekannt. Die vorliegende Publikation erfasst und analysiert erstmals die vielfältigen Biographien jener Redaktionsmitglieder, die in der Phase zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der ersten Phase des Kalten Krieges beim Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs tätig gewesen sind. Die gruppenbiographische Studie untersucht sowohl qualitativ als auch quantitativ, welche Wendepunkte und Zäsuren das Leben der Redaktionsmitglieder beeinflussten und leistet damit einen zentralen Beitrag zur österreichischen Mediengeschichte.

 


 

Kriegsende in der Steiermark

 

Heimo Halbrainer/Victoria Kumar (Hg.): Kriegsende in der Steiermark 1945. Terror, Kapitulation, Besatzung, Neubeginn. 288 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2015

ISBN: 978-3-902542-45-8

Euro 22,00

 

Im Frühjahr 1945 war die Steiermark für die letzten Wochen Kriegsschauplatz sowie ein Ort zahlreicher sogenannter „Endphaseverbrechen“ im Hinterland. Unmittelbar vor dem Ende der NS-Herrschaft wurden Hunderte politische GegnerInnen, KZ-Häftlinge, Fremdarbeiter, Flieger und Jüdinnen und Juden ermordet. Neben all dem Terror gab es in diesen letzten Wochen aber auch Widerstand gegen diese Verbrechen, wobei Steirerinnen und Steirer nicht nur Zivilcourage zeigten und gefährdete Menschen aufnahmen und versteckten, sondern auch die Zerstörungspläne der Nationalsozialisten verhinderten und Sprengladungen an Industrieanlagen und Brücken entfernten. Der Sammelband dokumentiert diese Endphase in der Steiermark und zeigt darüber hinaus Aspekte der Befreiung, der Aufarbeitung und des Neubeginns.

 


 

Ein Leben. Zwei Welten.

 

Fred Ohenhen: Ein Leben. Zwei Welten. Gebunden 272 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2015

ISBN: 978-3-902542-44-1

Euro 23,90

Das Buch ist eine Geschichte der Flucht, des Ankommens und der Integration in Österreich. Dabei nimmt es uns mit auf eine Reise, die von der ersten Heimat in Nigeria erzählt, von der Familie und all den Menschen, die für das Leben von Fred Ohenhen wichtig waren und sind. Die Geschichte vom Verlassen des afrikanischen Kontinents und einer langen und oft schwierigen Reise nach Europa mündet in den Prozess des Ankommens in Österreich. Von bürokratischen Hürden, von Vorurteilen und Rassismen wird erzählt, insbesondere aber auch davon, sich nicht entmutigen zu lassen.