Alles CLIO

Wer ist online

Wir haben 6 Gäste online

Designed by:
SiteGround web hosting Joomla Templates

CLIO 2013

CLIO  MAI

Ort der Unruhe

Ausstellung

 

Der Ausgangspunkt Ernst Logars aktueller Arbeit sind die Ereignisse der Maitage 1945. Damals ließ die SS verscharrte Hingerichtete aus Bombentrichtern der SS-Kaserne Graz-Wetzelsdorf von Häftlingen ausgraben und am Feliferhof verscharren. Am Tatort, dem Areal der heutigen Belgierkaserne, wurde ein Gedächtnishain errichtet. In der Ausstellung setzt sich Logar mit diesem Ort auseinander, der einerseits den historischen Tatort, andererseits die letzte Ruhestätte und letztendlich einen Ort der Erinnerung darstellt. Ein wichtiger Aspekt dabei ist die Tatsache, dass der reale Nachweis, dass sich auf dem Gelände wirklich die letzten Überreste der Opfer befinden, nie erbracht wurde. Der Ort ist so zum Ort der Wahrscheinlichkeit, zum Ort der Ungewissheit, zu einem Ort der Unruhe geworden. Und das Denkmal zum Zeiger, der auf etwas verweist, was da und doch nicht da ist.


Eröffnung: Dienstag, 7. Mai 2013, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 8. Mai bis 7. Juli 2013, Mi – Mo 10.00 – 17.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

---------------------------------------------

Aktuelle Kunst Wirklichkeiten

Vortrag und Diskussion


Die avancierte Kunst (nicht nur die inzwischen wie selbstverständlich in den öffentlichen Raum eingeschleusten Interventionen) hat in den letzten zwei Jahrzehnten immer weniger mit Stilkriterien zu tun als vielmehr mit Strategien, gegen die Wirklichkeit politischer und wirtschaftlicher Systeme auf allen möglichen Ebenen Widerstand zu leisten. Tatsächlich?

Univ. Prof. Dr. Werner Fenz (Kunsthistoriker, Graz)
Dienstag, 14. Mai 2013, 19.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

--------------------------------------------

Topografie des Terrors in Graz

Vortrag


Wenn vom nationalsozialistischen Terror die Rede ist, verbindet man damit fast automatisch Verbrechen, die weit weg von Graz verübt wurden. Die Orte, Länder und Regionen, die dabei genannt werden, sind Auschwitz, Birkenau, Treblinka, Majdanek, Theresienstadt, die Sowjetunion, der Balkan, zudem noch Dachau, Buchenwald, Ravensbrück in Deutschland oder Mauthausen in Oberösterreich. Den NS-Terror gab es aber auch „vor der eigenen Haustüre“ in Graz.

Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)
Dienstag, 21. Mai 2013, 19.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

------------------------------------------

„Literatur – Zäsur: 1938 – 1986 – 1988“

Vortrag und Diskussion


Robert Schindel hat kürzlich mit „Der Kalte“ seinen zweiten Roman über die „Waldheim-Jahre“ vorgelegt. Er steht in einer breiten Reihe österreichischer Literatur, die sich insbesondere ab 1986 (aber beileibe nicht erst ab dem Jahr, in dem Thomas Bernhards „Auslöschung“ und Heimrad Bäckers „nachschrift“ erschienen) und 1988 mit dem Land des Verdrängens auseinandersetzte.
1938 und 1945 finden literarisch ein vielfältiges Echo. Dass im Vergleich zu anderen europäischen Ländern die Jahre 1986 und 1988 einen stärkeren Einschnitt bedeuteten, zeigt sich auch in der Sprachkunst, die ja 1988 mit der Aufführung von Bernhards „Heldenplatz“ im Burgtheater die öffentliche Debatte intensivierte – was wiederum Schindel in „Der Kalte“ fiktional gestaltet.

Univ. Prof. Dr. Klaus Zeyringer (Germanist, Universität Angers (Frankreich))
Dienstag, 28. Mai 2013, 19.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

------------------------------------------

Young Austria – ÖsterreicherInnen im britischen Exil

Ausstellung bis 18. Mai 2013


Young Austria war die Exil-Jugendorganisation in Großbritannien, in der 1.300 österreichischen Jugendlichen organisiert waren. Darunter waren die später bekannt gewordenen Künstler wie Georg Eisler, Erich Fried, Otto Tausig oder Arthur West oder der Begründer des DÖW, Herbert Steiner. Auch zahlreiche Steirer und Steirerinnen waren Mitglieder und Funktionäre von Young Austria.
Die Ausstellung stellt Geschichten und Bilder von früheren Young Austrians und Zeitgenossen des Austrian Centre vor – wie den Steirern Willi Scholz oder Franz Preminger – und vergegenwärtigt die Jugendzeit von Young Austrians und ihr Leben bis heute. In der Ausstellung vom Wiener Verein KunstPlatzl werden die Kindertransporte, die Internierungen und ÖsterreicherInnen in den Britischen Streitkräften vorgestellt und so der Beitrag der Young Austrians im Kampf gegen den Faschismus und für die Befreiung Österreichs dokumentiert.

Ausstellungsdauer: 8. April – 18. Mai 2013
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10:00 – 12:00 Uhr + 14:00 – 19:00 Uhr
ORPHEUM, Foyer, Orpheumgasse 8, 8020 Graz
Eintritt frei!

----------------------

>top<

 

Die Eisenstraße 1938 - 1945

Werner Anzenberger/Christian Ehetreiber/Heimo Halbrainer (Hg.)

Die Eisenstraße 1938–1945: NS-Terror – Widerstand – Neues Erinnern. 360 Seiten. CLIO: Graz 2013.

Heimo Halbrainer, Archiv der Namen. Ein papierenes Denkmal der NS-Opfer aus dem Bezirk Leoben. 130 Seiten. CLIO: Graz 2013.

Eisenstraße

 

Euro 29,90


Entlang der Eisenstraße sedimentierte sich der NS-Staat gewissermaßen exemplarisch auf regionalpolitischer Ebene. So gab es hier vor 1938 eine kleine jüdische Gemeinde, deren Mitglieder verfolgt, vertrieben und vielfach ermordet wurden. Hier schufteten zigtausende Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter für die Kriegsproduktion, hier wurde noch fünf vor 12 gemordet, als ungarische Jüdinnen und Juden den Präbichl passierten.

Weiterlesen...
 

Jüdische Sommerfrische in Bad Gleichenberg

Thomas Stoppacher, Jüdische Sommerfrische in Bad Gleichenberg. Eine Spurensuche, 160 Seiten mit zahlr. Abb., ISBN: 978-3-902542-35-9, Graz: CLIO 2013

 

 

Bad Gleichenberg


Euro 15,00

Im südoststeirischen Kurort Bad Gleichenberg stellten jüdische Besucher zur Zeit der Habsburgermonarchie und der Ersten Republik über Jahrzehnte hinweg einen Großteil der jährlichen Gäste. Beginnend mit der rechtlichen Gleichstellung der jüdischen Bevölkerung 1867 entwickelte sich eine speziell für die jüdischen Gäste ausgerichtete Infrastruktur. Die Besucher kamen aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen sozialen Milieus. Nach dem „Anschluss“ von Österreich an das „Deutsche Reich“ 1938 wurde das jüdische Leben in Bad Gleichenberg abrupt beendet. Nach 1945 kämpften die Erben der vertriebenen jüdischen Besitzer von Liegenschaften in Bad Gleichenberg um die Rückstellung der „arisierten“ Gebäude und Vermögen.