CLIO im Sommer

 

Eröffnung der Ausstellung

Camaradas. Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936–1939

mit spanischem Sommerfest.

Freitag, 29. Juli 2016 um 19 Uhr

KulturPension, Prenning`s Garten, Übelbacherstraße 161, 8121 Deutschfeistritz

Eröffnung:
Einführung zur Ausstellung mit dem Kurator Georg Pichler

Der erste Teil der Ausstellung Camaradas gab eine Übersicht über die Teilnahme von Österreichern und Österreicherinnen am Spanischen Bürgerkrieg und porträtierte als Gruppe die 1400 Landsleute, die vor achtzig Jahren auf Seiten der Republik gegen den Faschismus kämpften.


Der zweite Teil stellt nun ausgewählte, repräsentative Biografien von Interbrigadisten vor, die im Bürgerkrieg in den unterschiedlichsten Funktionen zum Einsatz kamen.

  • Fritzi Brauner arbeitete im republikanischen Krankenhaus von Becassim als Ärztin .
  • Der Tiroler Bergbauer Max Bair verkaufte seine letzten drei Kühe, um nach Spanien gehen zu können. Diese Geschichte wurde vom legendären „rasenden Reporter“ Egon Erwin Kisch in einem Buch nacherzählt.
  • Die Nationalsozialisten ermordeten Rudolf Friemel 1944 in Auschwitz. Ein Jahr zuvor heiratete er - im Konzentrationslager - seine spanische Lebensgefährtin.
  • Die Krankenschwester Anna Peczenik blieb bis zu ihrem Tod in Buchenwald eine überzeugte Widerstandskämpferin.
  • Hermann Langbein wurde aufgrund seiner Taten später in Yad Vashem die Auszeichnung „Gerechter unter den Völkern“ verliehen.
  • Hans Landauer ist der Begründer des Spanien-Archivs im Dokumentationszentrum des Österreichischen Widerstands.
  • Auf abenteuerlichen und verschlungenen Wegen gelangte die Fahne des österreichischen 12.-Februar-Bataillons von Spanien nach Wien und überdauerte Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg.

Kurator und wissenschaftliche Leitung: Georg Pichler
Projektleitung: Georg Pichler und Verein „prenninger gespräche“, Obmann Eugen Gross
Grafik: Emil Gruber


Eine Ausstellungsproduktion des Vereins „prenninger gespräche“ in Kooperation mit CLIO – Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit.

In Zusammenarbeit mit Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes; Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936-1938; Theodor Kramer Gesellschaft, Wien; Fundación Pablo Iglesias, Madrid; Asociación de los Amigos de las Brigadas Internacionales, Madrid; Österreichisches Kulturforum Madrid.
Fotos aus dem Bestand des Spanienarchivs und des Fotoarchivs des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands


Dauer der Ausstellung: bis 8. Oktober 2016

 


 

Das diesjährige Frühjahrsprogramm ist beendet.

Wir planen derzeit für den Herbst und wünschen allen erholsame Sommermonate.

 

RÜCKBLICK

Frühjahrsprogramm 16

 

Programm als pdf zum Download hier.

VORSCHAU

Österreicherinnen und Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg

Internationales Symposion

Über 1.400 Österreicherinnen und Österreicher haben innerhalb der Reihen der Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus gekämpft. Das internationale Symposion setzt sich erstmals mit den verschiedensten Aspekten des Spanischen Bürgerkriegs sowie der Beteiligung der Österreicherinnen und Österreicher auseinander.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

15.00 bis 17.30 Uhr: Vorträge

18.00 Uhr: Pedro Noda de la Cruz. Musik gegen das Vergessen und Verdrängen

Konzert mit Berndt Luef & Jazztett Forum Graz

Donnertag, 6. Oktober 2016, 10.00 bis 17.00 Uhr

Referate und Diskussion

Freitag, 7. Oktober 2016, 9.00 bis 13.00 Uhr

Referate und Diskussion

Samstag, 8. Oktober 2016

Exkursion in die Kulturpension Prenning`s Garten, Übelbacherstrasse 161, 8121 Deutschfeistritz

Abfahrt ca. 10 Uhr mit ÖBB vom Hauptbahnhof Graz

Anschließend Kuratorenführung mit Georg Pichler, Heimo Halbrainer und Günter Eisenhut durch die Ausstellungen: „Camaradas. Österreicher im Spanischen Bürgerkrieg 1936 – 1939“ und „Unser Herz ist international! Steirerinnen und Steirer im spanischen Bürgerkrieg“

Gemütliches Beisammensein und Buffet

 

Eine Veranstaltung des Vereins „prenninger gespräche“ in Kooperation mit CLIO, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Vereinigung österreichischer Freiwilliger in der Spanischen Republik 1936 – 1939, Theodor Kramer Gesellschaft, GrazMuseum und Steirischer Gesellschaft für Kulturpolitik

 

 


NEUERSCHEINUNGEN 2016

 

Heinz P. Wassermann (Hg.): Urnengänge. Analysen der steirischen Gemeinde- und Landtagswahlen 2015. (Studien zu Medien und Gesellschaft 3). 372 Seiten, CLIO: Graz 2016

ISBN: 978-3-902542-49-6

Euro 29,00

„Viel Steirisches“, so der Chefredakteur der „Kleinen Zeitung“, „war nicht in dieser Wahl“, womit er sich auf das „politische Erdbeben“ (Hermann Schützenhöfer) bei den steirischen Landtagswahlen vom 31. Mai 2015 bezog. Die Parallelen zwischen den steirischen Gemeinderats- und Landtagswahlen 2015 sowie den Wahlgängen im Burgenland, in Oberösterreich und Wien bestehen darin, dass die jeweiligen Regierungsparteien in Summe verloren haben und die FPÖ bemerkenswerte Zuwächse verbuchen konnte. Das spezifisch Steirische dieses Wahljahres bestand unter anderem darin, dass die „Reformpartner“ überdurchschnittlich hohe Verluste hinnehmen mussten, die sich nicht allein mit einem allgemeinen Trend in Richtung FPÖ oder der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung schlüssig erklären lassen. Der vorliegende Sammelband analysiert auf qualitativer und quantitativer Basis das „Steirische“ in den Wahlergebnissen.

 

Weitere Informationen zum Buch.

 

http://kurier.at/politik/inland/studie-fpoe-hat-die-treuesten-waehler/214.347.592

http://derstandard.at/2000042494773/Studie-FPOe-hat-momentan-die-treuesten-Waehler

 

 


 

Hilmteichstrasse 24


Heimo Halbrainer/Eva Klein/Antje Senarclens de Gracy: Hilmteichstraße 24. Haus Albrecher-Leskoschek von Herbert Eichholzer. Geb., 160 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO:Graz 2016

ISBN:978-3-902542-25-0

Euro 24,00

Als modernes Gesamtkunstwerk und Ort eines „befreiten Wohnens“ wurde das Haus Hilmteichstraße 24 in Graz 1937 von Herbert Eichholzer entworfen und mit Stahlrohrmöbeln und Stoffen von Josef Frank eingerichtet. Im Wohnraum schuf Axl Leskoschek ein großformatiges Wandgemälde mit verschlüsselten Inhalten und Bezügen zur politischen Situation der Zeit. Das Haus war unter anderem auch ein Treffpunkt eines Kreises von Kulturschaffenden und Intellektuellen, die in Opposition zum Nationalsozialismus ihre Freiheit aufs Spiel setzten und – im Fall von Eichholzer – dafür mit ihrem Leben bezahlten.

Nach Umbauten und Renovierungen ist die ursprüngliche architektonische und künstlerische Gestalt des Hauses heute nicht mehr erkennbar. Vor dem bevorstehenden Abriss legt dieses Buch dessen architektur-, kunst- und zeithistorische Bedeutung frei.

 

Bericht in derPresse.Spectrum (Christian Kühn, 03. Juni 2016)

Rezension: Architektur Steiermark - www.gat.st: www.gat.st/news/hilmteichstrasse-24


 

Arbeiter der Feder


Maria Bianca Fanta: Arbeiter der Feder. Die Journalistinnen und Journalisten des KPÖ-Zentralorgans „Österreichische Volksstimme“ 1945–1956. 216 S., CLIO: Graz 2016

ISBN: 978-3-902542-48-9

Euro 19,00

Wer waren die Redakteurinnen und Redakteure der „Österreichischen Volksstimme“? – Die Lebensgeschichten jener österreichischen Journalistinnen und Journalisten, die die nationalsozialistische Herrschaft im Exil, im Widerstand oder in Gefangenschaft überlebt hatten und zurückkehrten um beim Aufbau der kommunistischen Presse mitzuarbeiten, sind bisher wenig bekannt. Die vorliegende Publikation erfasst und analysiert erstmals die vielfältigen Biographien jener Redaktionsmitglieder, die in der Phase zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der ersten Phase des Kalten Krieges beim Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs tätig gewesen sind. Die gruppenbiographische Studie untersucht sowohl qualitativ als auch quantitativ, welche Wendepunkte und Zäsuren das Leben der Redaktionsmitglieder beeinflussten und leistet damit einen zentralen Beitrag zur österreichischen Mediengeschichte.

 

http://volksstimme.fh-joanneum.at/

 


 

Kriegsende in der Steiermark

 

Heimo Halbrainer/Victoria Kumar (Hg.): Kriegsende in der Steiermark 1945. Terror, Kapitulation, Besatzung, Neubeginn. 288 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2015

ISBN: 978-3-902542-45-8

Euro 22,00

 

Im Frühjahr 1945 war die Steiermark für die letzten Wochen Kriegsschauplatz sowie ein Ort zahlreicher sogenannter „Endphaseverbrechen“ im Hinterland. Unmittelbar vor dem Ende der NS-Herrschaft wurden Hunderte politische GegnerInnen, KZ-Häftlinge, Fremdarbeiter, Flieger und Jüdinnen und Juden ermordet. Neben all dem Terror gab es in diesen letzten Wochen aber auch Widerstand gegen diese Verbrechen, wobei Steirerinnen und Steirer nicht nur Zivilcourage zeigten und gefährdete Menschen aufnahmen und versteckten, sondern auch die Zerstörungspläne der Nationalsozialisten verhinderten und Sprengladungen an Industrieanlagen und Brücken entfernten. Der Sammelband dokumentiert diese Endphase in der Steiermark und zeigt darüber hinaus Aspekte der Befreiung, der Aufarbeitung und des Neubeginns.

 


 

Ein Leben. Zwei Welten.

 

Fred Ohenhen: Ein Leben. Zwei Welten. Gebunden 272 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2015

ISBN: 978-3-902542-44-1

Euro 23,90

Das Buch ist eine Geschichte der Flucht, des Ankommens und der Integration in Österreich. Dabei nimmt es uns mit auf eine Reise, die von der ersten Heimat in Nigeria erzählt, von der Familie und all den Menschen, die für das Leben von Fred Ohenhen wichtig waren und sind. Die Geschichte vom Verlassen des afrikanischen Kontinents und einer langen und oft schwierigen Reise nach Europa mündet in den Prozess des Ankommens in Österreich. Von bürokratischen Hürden, von Vorurteilen und Rassismen wird erzählt, insbesondere aber auch davon, sich nicht entmutigen zu lassen.