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CLIO aktuell

Programm 2015 NEU

Programm 2015

 

April 2015

Der Dollfuß-Mythos

Buchpräsentation und Vortrag



„Möge sein Bildnis bleiben heute und immerdar im Herzen Österreichs!“ erhoffte sich Kurt Schuschnigg nach dem gewaltsamen Tod seines Vorgängers Engelbert Dollfuß im Juli 1934. 80 Jahre später nimmt Dollfuß in der Tat weiterhin einen besonderen, wenngleich stets umstrittenen Platz in Österreichs kulturellem Gedächtnis ein. Lucile Dreidemy begibt sich auf eine Spurensuche nach dem mythischen Nachleben jenes Mannes, der 1933/34 schrittweise die österreichische Demokratie beseitigte und seitdem das österreichische Geschichtsbewusstsein spaltet. Gestützt auf Theorien und Methoden der Mythen- und Biographieforschung sowie der Diskursanalyse untersucht die Autorin die Entstehung und Entwicklung des Dollfuß-Mythos im Laufe der letzten 80 Jahre, analysiert dessen verschiedene mediale Ausdrucksformen und fragt nach den Akteuren der Mythenbildung sowie deren politischen Interessen.

Mag.a Dr.in Lucile Dreidemy (Historikerin, Wien)
Moderation: DDr. Werner Anzenberger (Historiker, Graz)

Mittwoch, 22. April 2015, 18.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz

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Berndt Luef & Jazztett Froum Graz:

„Epitaph, eine Grabinschrift in 6 Abschnitten“

Im April 2015 jähren sich zum 70ten Male die Todesmärsche der ungarischen Juden, die von Ungarn durch das Burgenland, die Steiermark und Oberösterreich in Richtung Mauthausen getrieben worden sind. Obwohl der Krieg schon verloren war, wurden diese Menschen von Wehrmachtssoldaten, SS Offizieren und besonders Volkssturmmännern mit unmenschlicher Härte gequält und ermordet. Die Komposition „Epitaph“ ist meine ganz persönliche musikalische Auseinandersetzung dieser Geschichte des Holocaust. Ursprünglich komponiert für das Projekt „Akte Erzberg“ im Forum Stadtpark im Jahr 2001, habe ich „Epitaph“ für eine Aufführung in der Grazer Synagoge am 10.11. 2008 neu bearbeitet und vollkommen neuen ersten Satz dafür geschrieben. Sie ist nun für ein neunköpfiges Jazzensemble konzipiert, hat sechs Sätze („Grabinschriften“), wobei jeder einzelne Satz eine Art musikalische Grabinschrift und auch ein Statement der jeweiligen Solisten gegen das Vergessen dieser schrecklichen Ereignisse sein soll.

Die von Adolf Eichmann betriebene Endlösung d.h. die Vernichtung aller Juden gipfelte im April des Jahres 1945 (als die Niederlage von Nazideutschland schon besiegelt war) in zahlreichen Todesmärschen, die als Endziel das KZ Mauthausen hatten. So sind ungarische Juden Anfang April 1945 durch die ganze Steiermark getrieben worden. Am 6. April erreichten sie Vordernberg und der Eisenerzer SA Führer Leopold Krenn hat damals seinen Männern vom Volkssturm gesagt: „Von diesen 3000 jüdischen Untermenschen sollen nur 2000 Eisenerz erreichen! Jeder der einen Juden erschießt, bekommt eine Zigarette von mir...“. Als die ungarischen Juden am 7 April 1945 den Präbichl überquerten haben dann diese Volkssturmmänner wahllos in die Menschen geschossen. 250 Menschen wurden ermordet und viele so schwer verletzt, dass sie in den folgenden Tagen umgekommen sind. Die anderen Juden sind dann noch weiter bis nach Mauthausen getrieben worden.

Freitag, 24.04.2015; 20.00 Uhr

Forum Stadtpark Graz / Stadtpark 1, 8010 Graz

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Mai 2015

 

Flucht sichtbar machen! Esskultur und Fluchtgespräche


Vor mehr als 75 Jahren begann der Zweite Weltkrieg. Schon zuvor haben die Nationalsozialisten Menschen an den Rand der Gesellschaft gedrängt, juristisch, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich marginalisiert und letztlich viele zur rettenden Flucht gezwungen. So auch nach Kasachstan. Heute ist die Fluchtrichtung eine andere. Die Großeltern von Raiza Agamirzaeva wurden von Stalin nach Kasachstan deportiert, weil viele Tschetschenen der Kooperation mit den Deutschen beschuldigt wurden. Raiza selbst musste im Zweiten Tschetschenienkrieg fliehen, bei dem sie fast ihre ganze Familie verlor.

Moderation & historische Fluchtbiografien: Dr.in Margit Franz (CLIO)
Raiza Agamirzaeva (Tschechenien)
Küche: Shalva und Bebe Aloeva (Georgien)
Menü: Kaukasische Spezialitäten aus Georgien

Dienstag 5. Mai 2015, 18.00 Uhr
KiG! Kultur in Graz / Lagergasse 98 a / 8020 Graz

Eine Veranstaltung von CLIO in Kooperation mit KiG!/Küche im Volkshaus

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Kriegsende 1945

Kriegsende 1945 in der Steiermark:

Terror, Kapitulation, Besatzung, Neubeginn

Tagung

Die Steiermark war in den letzten Wochen der NS-Herrschaft Schauplatz zahlreicher sog. „Endphaseverbrechen“ im Hinterland, in deren Folge Hunderte Menschen (politische GegnerInnen und KZ-Häftlinge anlässlich der Evakuierung der Lager und Gefängnisse, ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen, alliierte Flieger usw.) ermordet wurden.
In dieser Phase gab es aber auch zahlreiche Menschen, die sich dem Terror widersetzten und Verfolgten halfen. Dies soll im Rahmen der Tagung ebenso diskutiert werden wie die alliierte Besatzung und der Neubeginn bzw. die Aufarbeitung dieser Verbrechen.


Mittwoch, 20. Mai 2015, 9.00 bis 18.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz


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„Politik und Medien in der Steiermark“

Buchpräsentation

„Schnittflächen und Trennlinien – Politik und Medien am Beispiel Steiermark“ analysiert erstmals für ein österreichisches Bundesland systematisch Selbst- und Fremdwahrnehmungen, Befindlichkeiten und Einschätzungen der zentralen politischen und medialen Akteure auf quantitativer und qualitativer Basis. Drei, zwischen Mai 2012 und Juli 2013 unter Landtagsabgeordneten, Politikjournalisten und Pressesprechern in Parteien, Klubs und Regierungsbüros durchgeführte und ausgewertete Online-Umfragen werden durch 27 Interviews mit derzeit aktiven sowie nicht mehr aktiven prominenten und profilierten Protagonisten aus Landespolitik, Politikjournalismus und Politik-PR ergänzt. Die in den Interviews behandelten Themen decken den Zeitraum seit Mitte der 1960er Jahre ab und leisten einen wesentlichen Beitrag für die steirische Zeitgeschichte aus einer Perspektive, die in einschlägigen Publikationen – wenn überhaupt – nur am Rande thematisiert wird.

Dr. Heinz P. Wassermann (FH JOANNEUM)

Dienstag, 26. Mai 2015, 18.00 Uhr
Café Kaiserfeld / Kaiserfeldgasse 19 / 8010 Graz

Eine Kooperationsveranstaltung der Grünen Akademie Steiermark und CLIO

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Gateway India.

Deutschsprachiges Exil zwischen britischer Kolonialherrschaft, Maharadschas und Gandhi

Buchpräsentation und Vortrag


Rund 5.000 deutschsprachige Flüchtlinge vor dem Nationalsozialismus überlebten in Britisch-Indien. Im Gegensatz zu ostasiatischen Kriegsschauplätzen wie Indonesien oder den Philippinen war Britisch-Indien militärhistorisch trotz der Bedrohung durch japanische Truppen relativ sicher, dennoch wurde das Leben im indischen Exil von vielen klimatischen, hygienischen, gesellschaftlichen und kulturellen Eigenarten erschwert und die Akkulturation in die britische Kolonialgesellschaft ging oft mit vielen Schwierigkeiten einher.
Das Buch zeigt einerseits die Spannungsfelder zwischen britischer Kolonialherrschaft und der politischen indischen Unabhängigkeitsbewegung mit Gandhi als stärkster Symbolfigur im Angesicht der Fluchtbewegungen aus Nazi-Deutschland und später dem besetzten Österreich nach Britisch-Indien. Andererseits konzentriert es sich auf das persönliche Erleben der Exilantinnen und Exilanten, auf ihre Schicksale, die Rahmenbedingungen sowie persönliche wie institutionelle Netzwerke. Es liefert kleine virtuelle Gedenksteine in Form von Kurzbiographien – gegen das Vergessen der vielen, meist vollkommen unbekannten Menschen, die einen beschwerlichen Exilweg ins subtropische Britisch-Indien beschritten hatten.

Dr.in Margit Franz (Historikerin, Graz)
Mittwoch, 27. Mai 2015, 18.00 Uhr
GrazMuseum / Sackstraße 18 / 8010 Graz




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Bücher 2015 NEU

 

Wagna

Heimo Halbrainer: Lager Wagna 1914 – 1963. Die zeitweise drittgrößte Stadt der Steiermark. 160 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2015
ISBN: 978-3-902542-29-8

Euro 9,90

Im Jahr 1916 schrieb Peter Rosegger in seinem Heimgarten: „Die drittgrößte Stadt in der Steiermark ist kaum über ein Jahr alt. Aber sie hat an Einwohnerzahl Leoben, Bruck, Cilli bereits überflügelt. Sie steht nächst Leibnitz an der Sulm, in einer schönen, fruchtbaren Gegend. Sie wurde erbaut für fremde Kriegsflüchtlinge.“ Diese Lagerstadt war Wagna, wo zunächst rund 15.000 Flüchtlinge aus Galizien und ab Sommer 1915 über 20.000 Flüchtlinge aus Friaul und Istrien lebten. Mit dem Ende der Monarchie 1918 kamen neue Flüchtlinge nach Wagna – deutschsprachige Arbeiter, Angestellte und Beamte aus der Untersteiermark, das nun zu Jugoslawien gehörte.
Nachdem viele von ihnen in Wagna ein neues Zuhause gefunden hatten, musste 1940 erneut innerhalb kürzester Zeit auf dem ehemaligen Gelände der Lagerstadt ein Barackenlager aufgebaut werden, in das zunächst Umsiedler aus der Südbukowina und danach Kriegsgefangene kamen. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg und neuen Vertreibungen fanden sich hier wieder Flüchtlinge: Diesmal waren es jüdische Displaced Persons, jugoslawische Flüchtlinge und Volksdeutsche, die aus Jugoslawien vertrieben worden waren und die vielfach nach einem mühsamen Weg in Wagna und Umgebung integriert wurden.
Der wechselhaften Geschichte dieser Lagerstadt und ihrer Bewohnerinnen und Bewohner geht das Buch „Lager Wagna 1914 – 1963. Die zeitweise drittgrößte Stadt der Steiermark“ nach.

 

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Spielmann

Helmut Spielmann: Shanghai – Eine Jugend im Exil. Hg. v. Gerald Lamprecht und Ingeborg Radimsky. Geb. 240 Seiten, CLIO: Graz 2015
ISBN 978-3-902542-41-0

Euro 18,00

Mit dem „Anschluss“ Österreichs an Nazi-Deutschland beginnen auch für die Grazer jüdische Familie Spielmann Jahre der Furcht, Verfolgung, Beraubung und Vertreibung. Nach dem Ausschluss aus der Gesellschaft und einer Inhaftierung in Dachau im November und Dezember 1938 wird im Frühjahr 1939 Shanghai zur letzten Zufluchtsstätte. Rudolf, Paula und der achtjährige Helmut treten im Februar 1939 von Genua aus die Schiffsreise ins „exotische“ Exil an.
Shanghai, eine internationale Millionenmetropole, stellt die Grazer Familie vor viele Herausforderungen: Die fremde Kultur schafft Unsicherheiten und die unwirtlichen und extremen Lebensbedingungen mit schlechter Versorgung und vielen Krankheiten stellen ebenso eine Bedrohung dar wie die sich verschärfende japanische Besatzungspolitik. Diese mündet 1943 in die Gründung eines Ghettos, in dem die jüdischen Flüchtlinge auf engstem Raum zusammengepfercht werden.
Helmut Spielmann, der all das als Kind erlebt hat und für den Shanghai lebensbestimmend wurde, schrieb 1988 seine Kindheits- und Jugenderinnerungen nieder. In diesem Buch sind sie nun einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich und geben Einblick in das berührende Schicksal eines jüdischen Flüchtlingskindes in der asiatischen Metropole Shanghai.

 

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wassermann

Heinz P. Wassermann (Hg.), Schnittflächen und Trennlinien. Politik und Medien am Beispiel Steiermark. 494 Seiten, CLIO: Graz 2015.

ISBN 978-3-902542-43-4


Euro 29,00

„Schnittflächen und Trennlinien – Politik und Medien am Beispiel Steiermark“ analysiert erstmals für ein österreichisches Bundesland systematisch Selbst- und Fremdwahrnehmungen, Befindlichkeiten und Einschätzungen der zentralen politischen und medialen Akteure auf quantitativer und qualitativer Basis. Drei, zwischen Mai 2012 und Juli 2013 unter Landtagsabgeordneten, Politikjournalisten und Pressesprechern in Parteien, Klubs und Regierungsbüros durchgeführte und ausgewertete Online-Umfragen werden durch 27 Interviews mit derzeit aktiven (u. a. Claudia Klimt-Weithaler, Claudia Gigler und Josefa Umundum) sowie nicht mehr aktiven (u. a. Walter Kröpfl, Josef Riedler und Herwig Hösele) prominenten und profilierten Protagonisten aus Landespolitik, Politikjournalismus und Politik-PR ergänzt. Die in den Interviews behandelten Themen decken den Zeitraum seit Mitte der 1960er Jahre ab und leisten einen wesentlichen Beitrag für die steirische Zeitgeschichte aus einer Perspektive, die in einschlägigen Publikationen – wenn überhaupt – nur am Rande thematisiert wird.

 

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NS Justiz

 

Heimo Halbrainer, „Sei nicht böse, dass ich im Kerker sterben muss.“ Die Opfer der NS-Justiz in Graz 1938 bis 1945. Ein Gedenkbuch. Geb. 384 Seiten mit rund 200 Abb., CLIO: Graz 2014
ISBN 978-3-902542-14-4

Euro 25,00

Das Rechtsverständnis während der Zeit des Nationalsozialismus lautete „Recht ist, was dem Volke nützt“. Daher wurde jede Form der politischen Abweichung und Auflehnung, ja selbst die Solidarität mit den Familien von politisch Verfolgten von Sondergerichten geahndet. Weit mehr als 1.000 Urteile ergingen deshalb in Graz, über 200 davon waren Todesurteile. Allein zwischen August 1943 und März 1945 wurden im Landesgericht Graz 106 Männer und Frauen hingerichtet, da sie im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv waren, nicht mehr an den „Endsieg“ geglaubt hatten oder desertiert waren, wie etwa der aus Maribor / Marburg stammende Franc Pen, für den derzeit ein Seligsprechungsverfahren läuft. Neben den in Graz Hingerichteten wurden noch weitere 70 Widerstandskämpfer zum Tode verurteilt, von denen bis August 1943 61 in Wien exekutiert wurden.
Das Buch bietet nicht nur einen Überblick über die NS-Justiz in der Steiermark, es skizziert auch den Widerstand von jenen Männern und Frauen, die wegen ihres Kampfes gegen das Regime zum Tode verurteilt und hingerichtet wurden. In über 170 Lebensgeschichten wird ein papierenes Denkmal für jene geschaffen, die aus politischen Gründen vom Regime ermordet wurden. Neben Fotos und Dokumenten finden sich auch zahlreiche Briefe, welche die Verurteilten wenige Minuten vor der Hinrichtung an ihre Angehörigen geschrieben haben. Das Buch schildert aber auch, wie nach der Befreiung mit den Opfern dieser NS-Justiz umgegangen wurde und es zeigt, wie an diese Opfer erinnert wird.

Bericht derStandard.at

 

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Herta Reich

Herta Reich: Zwei Tage Zeit. Flucht, Vertreibung und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag. Hg. v. Heimo Gruber und Heimo Halbrainer. Geb. 212 Seiten mit zahlr. Abb., CLIO: Graz 2014
ISBN 978-3-902542-37-3


Euro 15,00

Herta Reich kam 1917 als Kind einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Mürzzuschlag zur Welt. Bald nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich wurde sie von der Gestapo gezwungen, Mürzzuschlag zu verlassen. Nach einem ersten Fluchtversuch nach Belgien verließ sie im Herbst 1939 mit etwa 1000 weiteren österreichischen Jüdinnen und Juden auf Donauschiffen Wien, um sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen. Das Ziel ihrer Flucht war Palästina. Doch der Transport erreichte im Dezember 1939 nur den kleinen serbischen Donauhafen Kladovo. Erst fast ein Jahr nach dem Beginn der Flucht konnte die Reise fortgesetzt werden. Doch die Fahrt ging wieder stromaufwärts nach Šabac, wo die Flüchtlinge nach dem Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Jugoslawien im April 1941 in die Hände der Nationalsozialisten fielen. Herta und ihr Mann Romek Reich gehörten zu den wenigen, die den Nationalsozialisten entkommen konnten, während alle Männer als Geisel für getötete Soldaten erschossen und die Frauen und Kinder in der Nähe von Belgrad vergast wurden. Nach einer abenteuerlichen Flucht über Italien gelangte sie sechs Jahre nach der Abreise in Wien nach Palästina. In „Zwei Tage Zeit“ schildert sie diese Flucht.
Daneben handelt dieses Buch aber auch vom bescheidenen jüdischen Leben in Mürzzuschlag im 19. und 20. Jahrhundert, vom Antisemitismus, den „Arisierungen“ und der Verfolgung der Mürzzuschlager Jüdinnen und Juden.

 

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Fritz Kolb

Fritz Kolb, Leben in der Retorte. Als österreichischer Alpinist in indischen Internierungslagern. Hg. v. Karl Wimmler und Margit Franz. Mit einem Geleitwort von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer. Geb. 280 Seiten mit zahlr. Abb.
ISBN 978-3-902542-42-7


Euro 18,00

Fritz Kolb (1902–1983) war ein engagierter Reformpädagoge, Psychologe, Lehrer und Erzieher des Roten Wien. Im Sommer 1939 brechen der Naturfreunde-Alpinist Kolb und sein Wiener Kollege Ludwig Krenek zusammen mit britischen Freunden zu einer Himalaya-Expedition auf. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, vor 75 Jahren, werden sie von den Briten als „feindliche Ausländer“ in vier verschiedenen Internierungslagern festgehalten. In „Leben in der Retorte“ schildert der überzeugte Antifaschist Kolb diese viereinhalb Jahre im Kreise seiner meist nationalsozialistisch gesinnten Mitinternierten.
Mit diesen Erinnerungen liefert Fritz Kolb ein historisch, politikwissenschaftliches wie psychologisch einzigartiges Dokument, das die seelischen Auswirkungen jahrelanger Internierung bei ungewissem Kriegsverlauf unverblümt offenbart und dabei tiefst menschlich berührt.


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Erfolge 2014

LH Mag. Franz Voves und LH-Stv.Hermann Schützenhöfer überreichten am 20.11.2014 in der Alten Universität Dr. Heimo Halbrainer das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark für seine herausragenden Leistungen in der Erforschung von Widerstand und Verfolgung zur Zeit des Austrofaschismus und des Nationalsozialismus.

In seiner Laudatio meinte Landeshauptmann Voves, dass sich Heimo Halbrainer die Kunst der Geschichtsvermittlung, der Geschichtswissenschaft und der Erinnerungsarbeit zur Aufgabe gemacht hat. „Das Sichtbarmachen der Menschen, die sich gegen den Nationalsozialismus gestellt haben, einen anderen Weg gegangen sind, für ihre Überzeugung eingestanden sind, an Österreich geglaubt haben, als es keines mehr gab, Menschen geblieben sind in einer unmenschlichen Zeit, war ihm stets ein Anliegen. Durch zahlreiche Ausstellungen, Symposien, Vortragsreihen und Publikationen zu diesen Themen hat sich Heimo Halbrainer seit fast 20 Jahren ausgezeichnet.“

Zur Presseaussendung des Landes Steiermark

 

Erfolge 2013

  • Das Jahr 2013 war für CLIO in mehrfacher Hinsicht ein sehr erfolgreiches.
  • Zu den Veranstaltungen im Frühjahr und Herbst kamen über 1.500 Personen.
  • Vier neue Bücher sind 2013 neu erschienen.
  • Heimo Halbrainer erhielt für seine Arbeit im Dezember 2013 den Erzherzog Johann-Forschungspreis des Landes Steiermarks und den Menschenrechtspreis der Stadt Graz.

Erzherzog Johannpreis

Menschenrechtspreis

 

 


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