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Gesamtverzeichnis

Gerechtigkeit nach Diktatur und Krieg

Claudia Kuretsidis-Haider, Winfried R. Garscha (Hrsg.), Gerechtigkeit nach Diktatur und Krieg. Transitional Justice 1945 bis heute: Strafverfahren und ihre Quellen. 220 Seiten, Graz 2010, ISBN: 978-3-902542-17-5

 

Euro 22,00

 

Die Frage, wie Gesellschaften mit Verbrechen umgehen, die zur Zeit ihrer Begehung staatlich angeordnet oder geduldet wurden, sowie die Frage, ob es heute noch Sinn macht, Gerichtsprozesse wegen NS-Verbrechen zu führen, waren die beiden zentralen Themen einer Tagung der Zentralen österreichischen Forschungsstelle Nachkriegsjustiz. Die in diesem Sammelband nun vorliegenden Beiträge behandeln zum einen juristische und politische Modelle im Umgang mit den staatlich geduldeten oder angeordneten Verbrechen in Europa und im asiatischen Raum. Zum anderen beantworten die Beiträge auch die Frage, warum heute noch NS-Prozesse geführt werden sollen. Da diese mit oder ohne Urteile abgeschlossenen Verfahren wertvolle Quellen für die Forschung liefern, wird von mehreren Beiträgern auch der Frage, wie mit diesen Quellen umzugehen ist, nachgegangen.

 

Mit Beiträgen von Wolfgang Form, Stefan Klemp, Witold Kulesza, Klaus Marxen, Hermann Frank Meyer, Roland Miklau, Lorenz Mikoletzky, Dick de Mildt, Martin F. Polaschek, Wolfram Pyta, Astrid Reisinger Coracini, Joachim Riedel, Peter Steinbach, Otto Triffterer, Efraim Zuroff

 



Paolo Caneppele, Die Republik der Träume. Bruno Schulz und seine Bilderwelt, 186 Seiten gebunden, Graz 2009, ISBN: 978-3-902542-13-7

 

Euro 18,00

 

Der 1892 im galizischen Drohobytsch geborene Bruno Schulz, ein – wie Karl-Markus Gauß festhielt, „zwergwüchsiger Zeichenlehrer und Künstler von überragender Größe, hat ein literarisches Werk hinterlassen so schmal, dass ein Buch es zu fassen vermag, so eigentümlich, dass keine Lesart allein ihm angemessen wäre und bedeutend genug, dass sein Autor mit ihm in die Weltliteratur eingegangen ist.“

Schulz verbrachte, so die gängige Meinung, sein Leben fast ausschließlich in seinem Heimatort, wo er in den 1930er Jahren die Erzählungen „Die Zimtläden“ oder „Das Sanatorium zur Todesanzeige“ schuf. Nach dem Überfall auf die Sowjetunion wurde Schulz im Ghetto von Drohobytsch interniert. Dort wurde er 1942 auf offener Straße erschossen.

 

Der Filmhistoriker Paolo Caneppele nähert sich in „Republik der Träume. Bruno Schulz und seine Bilderwelt“ den Arbeiten Schulz’ nicht literaturwissenschaftlich sondern schlägt eine visuelle Lektüre und Interpretation des Werkes vor. Zudem rollt er die Biographie des Künstlers neu auf und weist lange und entscheidende Aufenthalte von Schulz in Wien nach, die sein Werk prägten.

 


 

Jüdische Frauen in der Geschichte

Gerald Lamprecht (Hrsg.), „So wirkt Ihr lieb und hilfsbereit.“ Jüdische Frauen in der Geschichte, 154 Seiten, Graz 2009, ISBN: 978-3-902542-06-9

 

Euro 12,00

 

Die Rollen der Frau im Judentum, das Geschlechterverhältnis und dessen Wandlungen blieben innerhalb der historischen Forschung lange Zeit unberücksichtigt. Erst in den letzten Jahrzehnten fanden genderspezifische Ansätze Eingang in die Geschichtswissenschaften und mit etwas Verspätung auch in die Jüdische Geschichte. Der vom Leiter des Centrums für Jüdische Studien der Universität Graz Gerald Lamprecht herausgegebene Sammelband mit Beiträgen von Kirsten Heinsohn (Hamburg), Martha Keil (Wien / St. Pölten), Dieter Hecht (Wien), Michaela Raggam-Blesch (Wien), Eleonore Lappin (Wien / St. Pölten), Andreas Brämer (Hamburg) und Roberta Maierhofer (Graz) gibt einen Ein- und Überblick über „Geschlechtergeschichte und Jüdische Geschichte“, „Jüdische Frauen im Mittelalter“, „Jüdische Frauen und Frauenvereine in Österreich bis 1938“, „Mädchen in der jüdischen Jugendbewegung“, „Jüdische Frauen zwischen Ost und West“, „Jüdische Frauen im niederen Schulwesen“ und „Jüdische Frauengestalten, die gestalten am Beispiel von Kim Chernin“.


 

Maruša Krese, Meta Krese, Robert Reithofer, Neue Heimaten? Ein Versuch, 96 Seiten, Graz 2010, ISBN 978-3-902542-21-3

 

Euro 8,00

 

In den Diskussionen um Migration und Integration werden die sozialen Alltagsrealitäten von zugewanderten Menschen kaum ernsthaft thematisiert. Die Arbeiten von Maruša Krese und Meta Krese setzen dazu einen Kontrapunkt. Die beiden Künstlerinnen haben das Gespräch mit MigrantInnen aus der Türkei gesucht. Sichtbar gemacht werden verborgene Lebensgeschichten, die keinem geschönten, aber immer respektvollen Blick geschuldet sind.

Gewollt oder nicht gewollt: Migration ist unwiderruflich Alltag. Das können wir aus den Alltagsgeschichten, die uns erzählt werden, lernen, vor allem die Aufnahmegesellschaft sollte dies lernen. Immerhin steht damit die Frage der Menschenrechte, der Zugehörigkeit jenseits nationalistischer Grenzziehungen an, in den Worten Maruša Kreses die Frage danach, was Menschen gerecht wird, in all ihrer Verschiedenheit, konkret und alltäglich.

 


 

Karl Wimmler

Karl Wimmler, Notizen über Hanna. Eine Erzählung, Graz 2009, ISBN: 978-3-902542-20-5, 320 Seiten.

 

21,00 Euro

 

Karl Wimmler legt, unter einem denkbar bescheidenen Titel, sein erstes Buch vor, einen umfangreichen, formal vielschichtigen zeithistorischen Romanessay. Die titelgebende Figur – von einer „Hauptfigur“ zu sprechen verbietet die zutiefst demokratische Erzählweise – ist Hanna Kindler. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend (die Mutter früh an der Spanischen Grippe gestorben, der Vater vor der Zeit gealtert und kränkelnd, die Stiefmutter ein einziger wandelnder Vorwurf), gelingt es ihr bereits als Jugendliche, den Schritt hinaus zu machen: aus dem Angestammten ins Fremde, aus der obersteirischen Provinz in die Hauptstadt, in das heftig angefeindete Rote Wien der späten zwanziger Jahre. Vornehmlich jüdische Familien aus dem Wiener Bürgertum sind es, bei denen Hanna Anstellung als Hausgehilfin findet und bei denen sie lernt, frei zu atmen und sich frei zu bewegen. Von einer Familie wird sie zur anderen weitergereicht und gelangt so Mitte der dreißiger Jahre nach Antwerpen, um von dort kurz vor dem so genannten „Anschluss“ im Spätwinter 1938 nach Österreich zurückzukehren und ihren Jugendfreund, den aus ähnlich beengenden familiären Verhältnissen stammenden Josef Schanitz, zu heiraten, einen ehrgeizigen jungen Techniker und bedingungslosen Anhänger der Nazis. Diese Rückkehr in die befremdliche, entstellte Heimat erweist sich bald als ein Fehler, der ihr den Weg ins Offene, in ein selbstbestimmtes Leben für immer versperrt...

Wimmlers vielfarbiger und vielstimmiger Text bemüht sich keine Zeile lang darum, die Illusion eines in sich geschlossenen, leicht konsumierbaren Epochenbildes zu erzeugen, sondern leistet es sich, voller Brüche zu sein, lässt die Innensicht der Figuren und die Außensicht des Erzählers, der immer wieder Einspruch erhebt und seinen Widerspruch anmeldet, nebeneinander bestehen.

Christian Teissl in Korso (September 2009)



Christian Ehetreiber, Bettina Ramp, Sarah Ulrych (Hrsg.), “… und Adele Kurzweil und …“ Fluchtgeschichte(n) 1938 bis 2008, 208 Seiten, Graz 2009, ISBN: 978-3-902542-19-9

 

Euro 19,00


Ein Kofferfund verbindet das Jahr 1938 mit der Gegenwart. Die im Koffer gefundenen Dokumente führen nach Graz, Paris, Montauban in Südfrankreich und nach Auschwitz, wo die Fluchtgeschichte der Familie Kurzweil im August 1942 tödlich endete. Die Erinnerung an die ermordete Familie Kurzweil endet indes nicht in den Gaskammern der Nazis. Denn der zufällige Kofferfund inspirierte vor einigen Jahren Jugendliche zu einem zeitgeschichtlichen Projekt, das in Form einer Wanderausstellung und des gleichnamigen Buches „Der Koffer der Adele Kurzweil“ publiziert wurde. Im Erinnerungsjahr 2008 machte sich abermals eine Grazer Jugendgruppe auf die Spurensuche nach „Flucht und Migration“ zwischen 1938 und 2008. Das Buch „… und Adele Kurzweil und …“ ist Zeichen einer neuen Erinnerungskultur, die auf den intergenerativen Dialog setzt.


 

Mit Beiträgen von

Heimo Halbrainer, Bettina Ramp, Sarah Ulrych, Julian Ausserhofer, Peter Gstettner, Franz Stangl, Mario Liftenegger, Herbert Langthaler, Christian Ehetreiber




Heimo Halbrainer, Gerald Lamprecht, Ursula Mindler, unsichtbar – NS-Herrschaft: Verfolgung und Widerstand in der Steiermark, 314 Seiten, mit zahlreichen tw. farbigen Abbildungen, Graz 2008, ISBN 978-3-902542-11-3,

Euro 25,00

"Davon haben wir nichts gewusst!" kann wohl als einer jener Stehsätze gesehen werden, die prägend für die Gedächtnislandschaft der Zweiten Republik waren. Er war Ausdruck für den Umgang vieler ÖsterreicherInnen mit den Erfahrungen und Ereignissen des Nationalsozialismus.

Zudem bestimmte er nicht nur über viele Jahre das öffentliche Gedenken an die NS-Zeit, sondern hatte auch konkrete Auswirkungen auf Fragen der Übernahme von Verantwortung durch den Staat wie auch durch die österreichische Gesellschaft für das, was zwischen 1938 und 1945 geschehen ist und Menschen angetan wurde.

Das Buch greift diesen Satz auf, um ihn auf mehreren Ebenen in Frage zu stellen. Dabei zeigt sich, dass die Nationalsozialisten die Mittel, die sie zur Schaffung der "Volksgemeinschaft" und des "Tausendjährigen Reiches" ergriffen, publizierten und lauthals verkündeten.

Erstmals wir mit einer Vielzahl an Dokumenten ausführlich die un-/sichtbare Ausgrenzung, Verfolgung, Beraubung und der NS-Terror in der Steiermark dargestellt. Zudem werden der sich weitgehend im Verborgenen vollziehende Widerstand gegen den Nationalsozialismus, die WiderstandskämpferInnen, ihre ideologischen Wurzeln und Taten ins Blickfeld gerückt und damit der Unsichtbarkeit entrissen.

 



 

Robert Reithofer (Hrsg.), Korrektur der Bilder. Lokale Herausforderungen von Migration im internationalen Kontext. ISOP zur regionale08, Graz 2009, ISBN 978-3-902542-18-2, 124 Seiten

Euro 9,00


Im Rahmen der regionale08 hat ISOP mehrere Projekte durchgeführt. Die einzelnen Beiträge des Buches fordern eine Korrektur der Bilder von Migration, sowohl was Klischeevorstellungen über „den“ Islam anlangt als auch die Migrationspolitik der EU.




Heimo Halbrainer / Gerald Lamprecht / Ursula Mindler, NS-Herrschaft. Verfolgung und Widerstand in der Steiermark. Unterrichtsmaterialien, Graz 2009, ISBN: 978-3-902542-10-6, 22 Blätter

Euro 10,00

Ziel dieser Mappe ist es, PädagogInnen Materialien zum Thema „NS-Herrschaft. Verfolgung und Widerstand“ mit einem ganz konkreten Steiermarkbezug zur Verfügung zu stellen. Dabei werden nicht nur die so genannten großen Erzählungen präsentiert, sondern es wird versucht, die konkreten Auswirkungen nationalsozialistischer Herrschaft auf die einzelnen Menschen durch Einzelschicksale sichtbar zu machen.



Claudia Kuretsidis-Haider, Heimo Halbrainer, Elisabeth Ebner (Hrsg.), Mit dem Tode bestraft. Historische und rechtspolitische Aspekte zur Todesstrafe in Österreich im 20. Jahrhundert und der Kampf um ihre weltweite Abschaffung, Graz 2008, ISBN: 978-3-902542-16-8, 204 Seiten.

Euro 22,00

Anlässlich des 40. Jahrestages der endgültigen Abschaffung der Todesstrafe in Österreich fand in Wien ein internationales Symposion statt, bei dem neben der internationalen Situation vor allem die Geschichte der Anwendung der Todesstrafe aber auch deren Ablehnung in Österreich im Mittelpunkt standen, wobei der Bogen vom Ende der Monarchie und dem Ersten Weltkrieg über die Zwischenkriegszeit und die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit gespannt wurde.

 

 



 

Erich Herbert Schneider, Erbauungsbuch für den deutschen Spießer. Herausgegeben und und mit einem Nachwort versehen v. Gerhard Fuchs, Clio: Graz 2008, ISBN 978-3-902542-07-6, 180 Seiten, Hardcover.

Euro 18,00

Soldat, Vagabund, dann Landwirt und Schriftsteller - der seit Anfang der 30er Jahre in Thal bei Graz ansässige gebürtige Dresdner Erich Herbert Schneider ist innerhalb der steirischen Literatur dieser Zeit eine Ausnahmeerscheinung. Das 1937 erstmals erschienene und nun wieder aufgelegte Erbauungsbuch für den deutschen Spießer ist ein erstaunlicher, bislang kaum wahrgenommener Solitär, eine beunruhigend Tour d`Horizon über das politische und kulturelle Wetterleuchten kurz vor dem "Anschluss", eine betont subjektive, ironische Stellungnahme zu den Zeitläufen - dem Nationalismus, dem Antisemitismus, der Rassenideologie, der bornierten Dummheit, eine Proklamation von Europäertum, Pazifismus, Lebenszugewandtheit und Individualismus.

 

 



 

Erich Herbert Schneider, Gedichte aus dem Paulustor. Herausgegeben und eingeleitet v. Heimo Halbrainer und Christian Teissl, Graz 2008, ISBN 978-3-902542-08-3, 90 Seiten.

Euro 16,00

1938. Zahlreiche Gegner des NS-Regimes werden verhaftet und eingekerkert. Unter ihnen: Erich Herbert Schneider. Hinter den kalten Mauern des Gestapo-Gefängnisses beim Paulustor schreibt der gebürtige Dresdner seine zwischen hoffnungsfroher Zuversicht und quälender Verzweiflung pendelnden Gedanken und Gefühle nieder – erst mit einem rostigen nagel in das Leder seines Reisekoffers, dann mit einem Bleistiftstummel auf Papierfetzen.

 

 



DOKU Graz (Hrsg.), frauen. leben. vielfalt. Zeitzeuginnen- und Zukunftsarchiv, Graz 2008, ISBN 978-3-902542-03-8, 120 Seiten.

Euro 9,90

Die zweite Frauenbewegung zählt zu den prägendsten und lebendigsten Bewegungen der letzten Jahrhunderthälfte – umso wichtiger ist es, dass sie den ihr gebührenden Platz in der Geschichtsschreiberhält.

 

 

 

 



 


 

Michaela Strapatsas (Hrsg.), „Region der Vielfalt/Regija raznolikosti“ Kulturelle Vielfalt ohne Diskriminierung – Kulturna raznolikost brez diskriminacije. (= CLIO Historische und gesellschaftspolitische Schriften. Bd 6), Graz 2008, ISBN 978-3-9500971-8-4, 220 Seiten.

Euro 19,00

Die Gleichbehandlungsrichtlinie und die Antirassismusrichtlinie der Europäischen Union definieren zwar den Umgang mit kultureller Vielfalt als zentralen Auftrag für die Mitgliedstaaten und schreiben diesen die Umsetzung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierungen aus Gründen „des Geschlechts, der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung“ vor, ihre praktische Umsetzung stellt die Mitgliedstaaten jedoch vor enorme Herausforderungen.




Heimo Halbrainer, „Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“ Denunziation in der Steiermark 1938-1945 und der Umgang mit den Denunzianten in der Zweiten Republik, Graz 2007, ISBN: 978-3-902542-02-1, 324 Seiten, Hardcover.

Euro 29,00


„Der größte Lump im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant“ – das wusste schon Hoffmann von Fallersleben, als er diesen Satz Mitte des 19. Jahrhunderts niederschrieb. Seit damals hat sich der üble Beigeschmack, der dem Denunzianten anhaftet, nicht geändert.



Maria Cäsar / Heimo Halbrainer (Hrsg.), „Die im Dunkeln sieht man doch“ Frauen im Widerstand – Verfolgung von Frauen in der Steiermark, Graz 2007, ISBN 978-3-902542-05-2, 224 Seiten, Broschur.

Euro 19,00

Mehr als 60 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus gibt es für die Steiermark noch immer keine größere Studie über den gegen das NS-Regime gerichteten Widerstand. Dass daher Frauen im steirischen Widerstand ausgeblendet blieben, ist genauso evident, wie die Tatsache, dass ohne den Anteil der Frauen ein großer Teil des Widerstands in der Steiermark gar nicht möglich gewesen wäre.

 


 

Gerald Lamprecht (Hrsg.), Antisemitismus, Antizionismus und Israelfeindschaft, Graz 2007, ISBN 978-3-902542-01-4, 124 Seiten, Broschur.

Euro 12,00

Seit mehreren Jahren sind in Europa und einigen arabisch-muslimischen Ländern vermehrt antisemitische Ausschreitungen und Aktivitäten feststellbar. In diesem Zusammenhang ist seit dem September 2001 auch immer wieder von einem so genannten neuen Antisemitismus die Rede.

 

 

 



Heimo Halbrainer / Claudia Kuretsidis-Haider (Hrsg.), Kriegsverbrechen, NS-Gewaltverbrechen und die europäische Strafjustiz von Nürnberg bis Den Haag, Graz 2007, ISBN 978-3-902542-04-5, 316 Seiten, Broschur.

Euro 25,00

Völkermord und staatlichen Gewaltverbrechen prägten das „kurze 20. Jahrhundert“ (Eric Hobsbawm), wobei die Shoa, die Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen, in ihrer Dimension und Intensität alles vorher Gekannte übertraf.

 

 

 

 



 

Maria Cäsar, „Ich bin immer schon eine politische Frau gewesen“ – Widerstandskämpferin und Zeitzeugin. Herausgegeben von Heimo Halbrainer, Graz 2006, ISBN 978-3-902542-00-7, 162 Seiten mit zahlreichen Abb., Broschur.

Euro 12,00

Aus Anlass ihres Geburtstages erschien eine Festschrift für Maria Cäsar, die – wie sie selbst einmal meinte – „immer schon eine politische Frau gewesen“ ist. Der Weg, den sie gegangen ist und der in dieser Schrift auch skizziert wird, war zumeist einer, der nicht immer leicht war.

 

 

 

 


 

 

Heimo Halbrainer / Christian Ehetreiber (Hrsg.), Todesmarsch Eisenstraße 1945. Terror, Handlungsspielräume, Erinnerung: Menschliches Handeln unter Zwangsbedingungen, Graz 2005, ISBN 3-9500971-9-8, 250 Seiten mit zahlreichen Abb., Broschur.

Euro 22,00 (vergriffen!)

Am 7. April 1945 verübte der Eisenerzer Volkssturm einen Massenmord am Präbichl an über 200 ungarischen Juden, die vom so genannten „Südostwall-Bau“ nach Mauthausen getrieben wurden. Im Oktober 2000 haben die Stadt Eisenerz, ein ehrenamtliches Eisenerzer Personenkomitee und die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus ein mehrjähriges Gedenkprojekt begonnen.

 


Herbert Eichholzer, Abessinische Reise 1925/26. Herausgegeben und mit eine Nachwort versehen von Heimo Halbrainer und Gabriele Anderl, Graz 2004. ISBN 3-9500971-7-1, 122 Seiten mit zahlr. Abb., Broschur.

Euro 12,00

Der Grazer Architekt Herbert Eichholzer war gemeinsam mit Ferdinand Bilger, Walter Ritter, Wilhelm Ronnicke, Franz Stolba und Franz Wulz am 25. Juli 1925 von Graz aus aufgebrochen, um bis Mitte Februar 1926 Eritrea und Abessinien zu durchqueren.

 

 


Anita Farkas, Geschichte(n) ins Leben. Die Bibelforscherinnen des Frauenkonzentrationslagers St. Lambrecht, Graz 2004, ISBN 3-9500971-6-3, 256 Seiten mit zahlreichen Abb., Broschur.

Euro 18,00

Im Mai 1943 wurde im beschlagnahmten Benediktinerstift St. Lambrecht ein Frauenkonzentrationslager errichtet. In diesem Nebenlager des KZ Ravensbrück und Mauthausen wurden dreiundzwanzig Bibelforscherinnen zur Zwangsarbeit gezwungen.

 

 



 

Werner Anzenberger / Heimo Halbrainer / Gabriela Stieber, Konflikt und Integration. Die Lager Trofaiach 1915-1960, Graz 2003, ISBN 3-9500971-4-7, 104 Seiten mit zahlreichen Abb., Broschur.

Euro 8,00

Fast ein halbes Jahrhundert lang prägten Lager unterschiedlicher Größe und Bestimmung in Trofaiach und Gai zu einem nicht unbeträchtlichen Teil das soziale Leben der Gemeinden. Gleichzeitig spiegelten diese Lager die Brüche und Verwerfungen wider, die Europa in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert erfahren hatte.

 

 


 

Heimo Halbrainer (Hrsg.), „Feindbild Jude“ – Zur Geschichte des Antisemitismus, Graz 2003, ISBN 3-9500971-3-9, 116 Seiten, Broschur.

Euro 9,00

Der erste Band der „Historischen und gesellschaftspolitischen Schriften“ ist das Ergebnis einer Vortragsreihe, die CLIO 2003 durchgeführt hat. Die am Institut für Geschichte der Juden in Österreich in St. Pölten tätige Historikerin Eleonore Lappin bietet darin einen Längsschnitt des Antisemitismus von der Antike bis heute, wobei sie auf die Kontinuität von antisemitischen Feindbildern ebenso eingeht wie sie den Wandel dieser antisemitischen Stereotype im historischen Kontext beleuchtet.

 


Heimo Halbrainer (Hrsg.), "In der Gewißheit, daß Ihr den Kampf weiterführen werdet" Briefe steirischer Widerstandskämpfer aus Todeszelle und KZ, Graz 2000, ISBN 3-9500971-1-2, 244 Seiten mit zahlr. Abb., Broschur.

Euro 16,00 (vergriffen)

 

Zwischen 1938 und 1945 wurden in der Steiermark über 20.000 Menschen aus politischen Gründen von der Gestapo verhaftet. Tausende kamen in Konzentrationslager oder wurden vor ein nationalsozialistisches Sondergericht – den Volksgerichtshof – gestellt.

 

 

 


 

Herta Reich, Zwei Tage Zeit. Herta Reich und die Spuren jüdischen Lebens in Mürzzuschlag, Graz 1999, ISBN 3-9500971-0-4, 120 Seiten mit zahlreichen Abb., Broschur.

Euro 10,00 (vergriffen!)

Im Herbst 1939 verließ die Mürzzuschlagerin Herta Eisler-Reich mit weiteren 1000 Jüdinnen und Juden auf einem Donauschiff Wien, um sich vor den Nationalsozialisten in Sicherheit zu bringen.

 

 


 

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