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Frühjahrsprogramm 09
Frühjahrsprogramm 2009

63 Jahre danach – Kann zum Erinnern ermutigt werden?

Eine Gesprächsrunde aktiviert durch die künstlerische Arbeit von Jochen Gerz mit der steirischen Öffentlichkeit

Seit Herbst 2008 arbeitet Jochen Gerz mit der steirischen Öffentlichkeit, die vom Künstler die Rolle des Autors / der Autorin übertragen bekommt. Abseits der bekannten Muster, des Fingerzeigs, ist eine weiterführende künstlerische Gedenkarbeit im Gange. Als Ergebnis eines intensiven Prozesses, der das Erinnern an die Zeit über den Alltag des Nationalsozialismus 63 Jahre danach herausfordert, werden aktiv erarbeitete Zeichen an zahlreichen Orten in Graz und der Steiermark auftauchen.

Was hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten auf dem Bereich der Erinnerungskultur verändert und welche Wege können in die Zukunft führen?

Diese Fragen diskutieren

Jochen Gerz (Künstler, Irland), UD Dr. Werner Fenz (Kunsthistoriker, Graz),

UD Dr. Heidemarie Uhl (Historikerin, Wien), Mag. Herwig G. Höller (Journalist, Graz) Diskussionsleitung: Dr. Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)

Donnerstag, 19. März 2009, 19.30 Uhr

Universität Graz, Hauptgebäude (Universitätsplatz 3 / 1. OG), HS 01.14

CLIO in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz und dem Institut für Kunst im Öffentlichen Raum Steiermark

 

 

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Die ganze Angelegenheit der Freiheitskämpfer. Widerstand und Erinnerung in Hartberg

Film mit Diskussion

Der Schriftsteller Clemens Berger setzt sich gemeinsam mit der Regisseurin Libertad Hackl in dem Film mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus in und um Hartberg 1945 und dem Umgang mit dem Thema nach 1945 auseinander. Ein Film über Verdrängen und Vergessen. Mit den beiden diskutieren der Historiker Heimo Halbrainer und ZeitzeugInnen.

Dienstag, 24. März 2009, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

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unSICHTBAR darstellbar: Zwei Ausstellungen und ein Titel

Diskussion

Unter dem Titel unSICHTBAR - widerständiges im salzkammergut war in Strobl am Wolfgangsee ein Teil der Oberösterreichischen Landesausstellung 2008 zu sehen. In Graz läuft unter diesem Titel noch bis Mitte April 2009 die Ausstellung über NS-Herrschaft in der Steiermark. Die wissenschaftlichen Leiter und künstlerischen Gestalter dieser beiden Ausstellungen diskutieren über Sichtbares und Unsichtbares, über die Darstellbarkeit von unsichtbarem Widerstand und sichtbarer Verfolgung und anderes mehr.

Diskussion mit den künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Gestaltern der beiden Ausstellungen Franz Riedl und Klaus Kienesberger (OÖ) sowie Erika Thümmel und Gerald Lamprecht (Graz). Diskussionsleitung: Karl Stocker (Graz)

Freitag, 27. März 2009, 18.00 Uhr

Fachhochschule Joanneum / Alte Poststraße 152/ 2. Stock/SR 30, 8020 Graz

Anmeldung bis 24. 3. 2009 bei CLIO erforderlich: Tel. 0676 64 85 414 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

CLIO in Kooperation mit dem FH-Studiengang Informationsdesign


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Die dunklen Seiten des Planeten: Rudi Gelbard

Zeitzeugendiskussion, Lesung und Buchpräsentation

Rudi Gelbard (geb. 1930) erlebte in Wien eine spannende und behütete Lausbuben-Kindheit in einer jüdischen Großfamilie. Die Idylle brach im Jahr 1938 mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten zusammen. 1942 kam er mit seiner Familie ins Ghetto Theresienstadt. Bei der Befreiung des Lagers 1945 lebten von den etwa 10.000 Kindern, die zeitweise dort gelebt hatten, noch 1.633 – unter ihnen Rudi Gelbard. Neunzehn andere Mitglieder der Großfamilie kamen nicht mehr zurück, sie waren ermordet worden. Davon geprägt, wurde er ein glühender Mahner wider das Vergessen und das Leugnen der Verbrechen.

Walter Kohl (Schriftsteller) liest aus dem Buch und spricht mit Rudi Gelbard

Dienstag, 14. April 2009, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

CLIO in Kooperation mit den Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen Steiermark

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… und Adele Kurzweil und … Fluchtgeschichte(n) 1938 bis 2008

Buchpräsentation mit Landesrätin Dr.in Bettina Vollath

Ein Koffer verbindet das Jahr 1938 mit der Gegenwart. Die im Koffer gefundenen Dokumente führen nach Graz, Paris, Montauban in Südfrankreich und nach Auschwitz, wo die Fluchtgeschichte der Familie Kurzweil im August 1942 tödlich endete. Die Erinnerung an die ermordete Familie Kurzweil endet indes nicht in den Gaskammern der Nazis. Denn der zufällige Kofferfund inspirierte vor einigen Jahren Jugendliche zu einem zeitgeschichtlichen Projekt, das in Form einer Wanderausstellung und des gleichnamigen Buches „Der Koffer der Adele Kurzweil“ publiziert wurde. Im Erinnerungsjahr 2008 machte sich abermals eine Grazer Jugendgruppe auf die Spurensuche nach „Flucht und Migration“ zwischen 1938 und 2008. Die Neuauflage des Buches „… und Adele Kurzweil und …“ ist Zeichen einer neuen Erinnerungskultur, die auf den intergenerativen Dialog setzt.

Vorstellung des Buches durch die HerausgeberInnen Christian Ehetreiber, Heimo Halbrainer, Bettina Ramp, Sarah Ulrych

Dienstag, 28. April 2009, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

CLIO in Kooperation mit der ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus

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Erinnern und Vergessen

Spurensuche zur Zeit von 1938 bis 1945 in Graz

Rundgang

Man findet sie auf Häuserwänden oder in Parkanlagen, versteckt hinter Büschen und in Eingangsfluren oder öffentlich präsent im Stadtbild: Gedenktafeln, Denk- und Mahnmäler. Täglich kommen wir auf unseren Wegen durch Graz an solchen Erinnerungszeichen vorbei. Welche Geschichte wird dabei über die Jahre 1938 bis 1945 erzählt?

Heimo Halbrainer und Gerald Lamprecht (Historiker, Graz)

Freitag, 8. Mai 2009, 16.00 Uhr

Treffpunkt: Burgtor

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldung erforderlich unter: Tel. 0676 64 85 414 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Zwischen allen Stühlen – Lebenswege des Karl Pfeifer

Film und Zeitzeugendiskussion

1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich, zunächst nach Ungarn. Vier Jahre später erreichte er Palästina mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair. Er lebte im Kibbuz, kämpfte im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrte Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück. Der Film „Zwischen allen Stühlen“ begleitet Karl Pfeifer an zentrale Orte seines Lebensweges.

Mit Karl Pfeifer spricht einer der Filmemacher, der Politikwissenschafter Thomas Schmidinger (Wien)

Dienstag, 19. Mai 2009, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

CLIO in Kooperation mit dem Centrum für Jüdische Studien an der Universität Graz

 

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Orte des ewigen Friedens, Orte der Erinnerung

Der Israelitische Friedhof in Graz

Rundgang

Der jüdische Friedhof ist ein Sinnbild der Vergänglichkeit allen Lebens und im Erscheinungsbild eng mit den im Judentum festgelegten Glaubensvorschriften verknüpft. Der Grazer Friedhof wurde 1864 angelegt und gibt Einblicke in die Geschichte jüdischen Lebens im 19. und 20. Jahrhundert.

Heimo Halbrainer (Historiker, Graz)

Donnerstag, 28. Mai 2009, 16.00 Uhr

Treffpunkt: Israelitischer Friedhof (Wetzelsdorferstraße / Alte Poststraße)

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldung erforderlich unter: Tel. 0676 64 85 414 oder Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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„Wir haben ja nur zugesehen“

Verbrechen an alliierten Fliegern in der kollektiven Erinnerung der Grazer Bevölkerung

Vortrag

Am Beispiel der so genannten Fliegermorde in Graz-Strassgang soll die spezifische Ausformung der NS-Verbrechen gegen abgeschossene alliierte Flieger Betrachtung finden. Die starke Partizipation der Bevölkerung an den Verbrechen ermöglicht dabei nicht nur eine Analyse des Zustands der Gesellschaft zu Kriegsende, sondern öffnet auch einen Blick auf einen bewusst veränderten Prozess der kollektiven Wahrnehmung und Erinnerung.

Georg Hoffmann (Historiker, Graz)

Dienstag, 9. Juni 2009, 19.00 Uhr

stadtmuseumgraz / Sackstraße 18 / 8010 Graz

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